26.06.2015, 19.59 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

23. Werkzeugkiste: Die Eine-Million-Marke ist sicher geknackt

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„Das war spitze“, so fanden auch Tobias „Obse“ Unverzagt und Anastassia Jungk vom TiC-Theater die 23. Cronenberger Werkzeugkiste. 

Zur Eröffnung am Morgen blickte sie mal durch, das blieb jedoch ein kurzes Intermezzo: Weil die Sonne durch Abwesenheit glänzte, blieben im Vergleich zur Cronenberger Werkzeugkiste 2013 vielleicht einige Besucher zu Hause. Die 23. Auflage des großen Cronenberger Benefizfestes wurde dennoch zu einer „Völkerwanderung“.

Vor allem aus der Warte des Cronenberger Bürgermeisters Thomas Wannenmacher betrachtet. Thomas wer? Ist nicht Ursula Abé Dörper Bürgermeisterin? Richtig, an ihrer Seite bei der Kisten-Eröffnung stand jedoch mit Thomas Wannenmacher ein Bürgermeister-Kollege aus Cronenberg. Aber aus dem Cronenberg in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein – auf Einladung der Dörper Plattkallergilde „De Obrams“ besuchte eine Abordnung aus der Pfälzer Ortsgemeinde die Werkzeugkiste.

Vor dem Hintergrund, dass das andere Cronenberg gerade rund 150 Einwohner zählt, dürfte Bürgermeister Wannenmacher beeindruckt gewesen sein, wie viele Menschen die Dörper Werkzeug-kiste auch an einem trüben Tag in die Ortsmitte zog. Und zudem, wie sie für den guten Zweck zu feiern verstehen: An den Ständen herrschte jedenfalls vielfach eitel Sonnenschein, die Besucher schienen das (ungeschriebene) Ziel der 23. Kiste und den Eröffnungsappell von OB Peter Jung zu beherzigen: „Ich wünsche mir, dass die Million überschritten wird.”

Uni-Rektor Koch: „Die Werkzeugkiste ist eine tolle Sache“

Dass Co-Schirmherr Lambert T. Koch, der Rektor der Bergischen Universität, die Gemeinschaftsaktion Werkzeugkiste – wie Koch übrigens bemerkte ebenso 1972 begründet wie die Uni – zurecht als „tolle Sache“ würdigte, bestätigte sich im Verlauf des Fest-Tages: Es schien so, als wenn die wenigeren Besucher umso mehr in ihre Portemonnaies griffen, um den Gesamt-erlös aller Kisten sicher über die Eine-Million-Schwelle zu hieven.

Weniger Besucher waren umso kauffreudiger

Obwohl die wieder vom Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) organisierte Tombola diesmal größer denn je war, vermeldeten die Losverkäufer schneller denn je „ausverkauft“ – bereits gegen 11.30 Uhr waren die 20.000 Lose weg! Dieser Rekord erwies sich als gutes Omen: Ob am Sekt-Stand der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU), bei der evangelischen Gemeindejugend, die das Turmsteigen in der Reformierten Kirche betreute, ob am Gemeinschaftsstand von Wohnstil und Blütenreich, mit blühenden Pflanzen und Deko-Accessoires ein echter Kisten-Hingucker, oder am Stand von Partyservice Schmidtke, wo Axel Dreyer einige Fässchen seines leckeren Cronenberg-Bieres nachholen musste – die Resonanz an vielen Ständen war positiv.

Rekord am Wera-Stand: Dörper Werkzeug war wieder ein Hit

Weniger (Besucher) war mehr, galt auch bei der SPD Cronenberg: Oder ist OB-Kandidat Andreas Mucke ein derart guter Reibekuchen-Bäcker, dass die knusprigen Plätzchen weggingen wie warme Semmel. Ebenso brummte es auch an den Werkzeugständen – die Qualitätsprodukte von Knipex, Stahlwille, Freund, & Co. waren wieder Magnete. Sie werden auch diesmal wieder einen Löwen-Anteil des Fest-Erlöses bestreiten und damit unterstreichen, dass das Fest zurecht Werkzeugkiste heißt. Einen Rekord-Verkauf vermeldete Rolf Bärmann: „Wir werden mehr denn je in die Kisten-Kasse spenden“, freute sich der Personalleiter der Hahnerberger Firma Wera.

Zu dieser positiven Wasserstandsmeldung passte die Meinung von Tobias Grün: Mit seinem Gardemaß von 2,70 Meter hatte der Stelzenmann der Wuppertaler Handwerker den absoluten Kisten-Überblick. Das Angebot auf den Bühnen und die Mischung an den Ständen sei prima und alles andere als 08/15, die Stimmung locker – „sehr schön“, urteilte Kisten-Riese Tobias Grün zur 23. Auflage des Benefizfests. Dazu passte, dass nach dem offiziellen Ende noch lange nicht Schluss war: Ob an der Borner Schule, am Ehrenmal und natürlich an der Hauptbühne auf der Rathausstraße, wo „Pentaloon“ rockten – bis zum Abschluss-Feuerwerk wurde kräftig weitergefeiert.

Meister-Stand vermisst, Million aber dennoch geknackt

Wermutstropfen waren für Kisten-Vereinschef Stefan Alker, dass die Firma Meister diesmal nicht mit einem Stand auf der Kiste vertreten war und es kurzfristig zu zwei Ausfällen im Bühnenprogramm gekommen war. In einem waren sich die Kisten-Moderatorinnen Corinna Schlechtriem und Martina Wortmann, Michael Ackermann vom Orga-Team und Stefan Alker aber am Ende einig: Das war eine sehr schöne Kiste – „und eigentlich auch vom Wetter her“, so Corinna Schlechtriem.

Auch wenn erst in etwa vier Wochen abgerechnet sein wird, Stefan Alker und seine Mitstreiter zeigten sich ziemlich sicher, dass die Million geknackt worden war: „Großer Dank an die Besucher dafür“, so ein erschöpfter Stefan Alker am  Kisten-Abend im CHBV-Haus in der Hütte – das Kisten-Motto „Einander  verstehen  –  Miteinander leben“ hatte einmal mehr gezündet…

Noch mehr CW-Fotos von der 23. Kisten-Auflage finden sich hier.

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