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01.09.2015, 19.42 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Flüchtlinge: „Ich weiß, wir werden sie willkommen heißen“

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Screenshot: Stadt Wuppertal

Starke Beachtung fand der Online-Bericht der CW zur möglichen Einrichtung einer Notunterkunft für Flüchtlinge im Sportzentrum Süd. Das Positive daran: Das Echo fiel verständnisvoll aus, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft scheinen groß, eine breite Willkommenskultur im CW-Land vorhanden zu sein.

„Falls wir hier Flüchtlinge bekommen, wird es hoffentlich nur positive Meldungen über die tolle Unterstützung der Cronenberger geben. Da bin ich sehr zuversichtlich und wenn man sieht, was diese Menschen über Wochen hinter sich gebracht haben, kann man ihnen nur einen Neustart in Ruhe und mit größter Unterstützung wünschen“, schreibt zum Beispiel Andreas Braasch auf der Facebook-Seite der CW und Manfred Neumann postete hier: „Mit Sicherheit momentan die beste Lösung, auch wenn der Schul- und Vereinssport darunter ,leiden‘ muss.“

Bürgermeisterin Abé: „Wir werden ein breites Unterstützungsband knüpfen”

„Sollte es notwendig werden, die Sporthallen des Sportzentrums Süd zur Verfügung stellen zu müssen, unterstütze ich diese Pläne aus vollem Herzen“, äußert sich Cronenbergs Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé zur CW. Für den Fall, dass das Sportzentrum zur Flüchtlingsunterkunft wird, ruft die SPD-Politikerin zur Unterstützung auf: „Ich hoffe, wir können mit vielen kleinen Taten das Los der Flüchtenden ein wenig leichter machen“, appelliert Abé und äußert sich zugleich überzeugt, dass sich die Menschen im CW-Land hilfsbereit zeigen würden: „Ich weiß: Wir in Cronenberg sind stark, wir werden diese Menschen willkommen heißen und ein breites Band der Unterstützung knüpfen.“

Einen ähnlichen Appell hatte zuvor auch Oberbürgermeister Peter Jung in einem offenen Brief an die Wuppertaler gerichtet: Die aktuelle Flüchtlingssituation stelle Wuppertal vor enorme Herausforderungen, um die Flüchtlinge menschenwürdig und sicher aufnehmen zu können, bedürfe es größter Kraftanstrengungen. Auch mit ehrenamtlicher Unterstützung sei diese Mammmutaufgabe aber zu meistern: „Wir müssen diese Menschen darin unterstützen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und sie hier bei uns willkommen heißen – ohne Wenn und Aber!“

Offener Brief von OB Peter Jung: „Zeigen Sie Solidarität und Nächstenliebe“

Jung äußert sich „zutiefst dankbar für das großartige Engagement und die Hilfsbereitschaft der Wuppertaler“, diese sei kein vorübergehendes Phänomen, sondern zeichne die Wuppertaler vielmehr aus: „Wir leben gemeinsam eine Willkommenskultur und unser Umgang mit Flüchtlingen ist beispielhaft.“ Zugleich ruft der Oberbürgermeister zur Wachsamkeit vor „rechtsextremen Hetzern“ auf: „Lassen Sie uns gemeinsam Solidarität und Nächstenliebe jedem Menschen entgegenbringen, der unseres Schutzes und unserer Hilfe bedarf.“

Da bei der Stadt täglich Hilfsangebote von Wuppertalern für die Flüchtlinge eingehen, hat die Stadt übrigens auf ihrer Internet-Seite eine Liste mit Organisationen eingestellt, die Sachspenden annehmen beziehungsweise bei denen man sich ehrenamtlich einbringen kann. Die Liste ist hier unter www.wuppertal.de abrufbar.