Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.09.2015, 17.45 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Nach Betrüger-Bericht: Weitere Betroffene melden sich

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Nach unserem Bericht über drei Fälle von Trickbetrügereien meldeten sich zwischenzeitlich vier weitere Betroffene bei der Polizeidienststelle Cronenberg. Eine Seniorin von der Cronenberger Straße teilte mit, dass bei ihr ebenfalls zwei Unbekannte an der Wohnungstür geklingelt hätten. Unter dem Vorwand, neue Nachbarn zu sein und sich versehentlich ausgeschlossen zu haben, baten die Männer um Geld für den Schlüsseldienst. Da die clevere Südstädterin von der „Ausgeschlossen-Masche“ zuvor in der CW gelesen hatte, ließ sie die mutmaßlichen Trickbetrüger abblitzen.

Der „Nachbar-Masche“ auf den Leim ging jedoch am 21. August 2015 eine Seniorin an der Küllenhahner Straße: Sie gab einem Unbekannten 50 Euro. Dieser hatte sich zuvor als neuer Nachbar vorgestellt und gefragt, ob  ihm die Frau mit 34 Euro aus der Klemme helfen können. Seine Mutter sei mit seinem Portemonnaie beim Einkaufen, nun könne er die Handwerker nicht bezahlen.

Als er dann einen 50-Euro-Schein in der Geldbörse der Seniorin erblickte, bat der Trickbetrüger um diesen – dann könne er ja den Handwerkern auch etwas Trinkgeld geben. Apropos: Eine Flasche Wasser „lieh“ sich der höfliche junge Mann auch noch –natürlich ebenfalls für die durstigen Handwerker…

Vermeintlicher Millionär gab vermeintlichen 18-Karat-Goldring als Pfand

Mit der „Pannen-Masche“ trat ein Unbekannter am vergangenen Samstag an der L74 auf: Ein 66-jähriger Elberfelder hielt bei dem Mann an, der mit seinem Pkw scheinbar an der Landesstraße liegengeblieben war. Der Unbekannte gab sich als Direktor und Millionär aus und berichtete, seinen Tank leergefahren zu haben. Der Trickbetrüger bat um 100 Euro Tankgeld und bot als Pfand einen angeblich 18-Karat-Goldring an. Der Elberfelder gab dem Unbekannten zwar nur 50 Euro, aber das war immer noch zu viel, denn der Ring stellte sich als wertlos heraus.

Der Beschreibung nach war der Betrüger circa 60 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, untersetzt und hatte dunkle Haare. Der südländisch wirkende Mann sprach gebrochen Deutsch, hatte ein gepflegtes Äußeres, trug einen beigefarbenen Anzug und auffällig viel Schmuck. An das Fahrzeug des Betrügers konnte sich das Opfer nur vage erinnern, es könnte sich dabei aber um einen silberfarbenen Mercedes mit Berliner Kennzeichen gehandelt haben.

Erst jetzt meldete eine Betroffene, die bereits in der Adventszeit 2014 der „Pannen-Masche“aufgesessen war: Die Frau hatte sich ebenfalls hilfsbereit gezeigt und einem Mann 200 Euro „Spritgeld“ gegeben. Hinweise zu den Betrügern oder zu weiteren Versuchen nehmen die Dörper Polizei unter Telefon 0202 2 47 13 90 und das Polizei-Präsidium unter 0202 284-0 entgegen.