07.09.2015, 13.26 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

8 Kommentare

Flüchtlingshilfe: Sachspenden zur CW, Info-Abend in Planung

Artikelfoto

Beeindruckend ist die Welle der Hilfsbereitschaft auf unseren Online-Bericht zum Eintreffen von 300 Flüchtlingen, die heute Abend gegen 18 Uhr am Sportzentrum Süd ankommen sollen. Ob per E-Mail, via Facebook, übers Telefon oder auch direkt in der CW-Geschäftsstelle – zahlreiche Hilfsangebote gingen seit gestern Abend bei uns ein.

Ob Anfragen zu Geld- und Sachspenden, Angebote, beim Aufbau von Betten oder auch bei der Essensausgabe zu helfen, Deutsch-Unterricht zu geben oder auch medizinische Hilfe zu leisten – ebenso groß wie die Solidarität mit den Flüchtlingen ist, so bunt sind auch die Angebote zur Hilfe, die Resonanz ist überwältigend und macht deutlich: Flüchtlinge sind in Cronenberg willkommen!

Apropos: „Willkommen in Cronenberg“, so lautet auch das Motto des Bündnisses, das sich aktuell in Cronenberg gründet. Ob Bürger- und Sportvereine, Politik und Gemeinden – eine ganze Anzahl von Personen, Organisationen und Institutionen hat sich bereits zusammengefunden. Aufgrund der sich durch das heutige Ankommen der Flüchtlinge überschlagenden Ereignisse, wird das Bündnis wohl bereits kurzfristig zu einem Erst-Treffen zusammenkommen.

Wie geht’s weiter? Bürgerversammlung am 10. September

Hier soll besprochen werden, wie die immense Hilfsbereitschaft im CW-Land gebündelt werden und auf welche Weise den Flüchtlingen im Sportzentrum geholfen werden kann und soll. Für den kommenden Donnerstagabend, 10. September 2015, ist zudem eine Bürgerversammlung der Stadt angesetzt: Ab 18 Uhr werden OB Peter Jung, Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn und weitere Vertreter im Pausenzentrum des Schulzentrums Süd informieren. Hierzu sind alle Interessierten herzlich willkommen, sodass dann vom Bürgerbündnis ihre Hilfsangebote und Kontaktdaten aufgenommen und in geordnete Bahnen geleitet werden könnten.

Sachspenden: Nicht zum Sportzentrum, sondern zunächst zur CW

Bis Genaueres feststeht, nimmt die CW zunächst Sachspenden für die Flüchtlinge an: Wer Kleidung, Spielzeug oder anderes für die Flüchtlinge spenden möchte, kann diese werktags zwischen 9 und 17 Uhr bei der CW-Geschäftsstelle, Kemmannstraße 6, abgeben. Wer sich engagieren möchte, kann sich zunächst weiterhin gerne bei der CW unter Telefon 0202 478 11 00 oder auch per E-Mail an info@cronenberger-woche.de melden.

Stefan Kühn: „Zur Begrüßung herzlich am Sportzentrum willkommen“

Eindringlich appelliert die Stadt, keine Sachspenden, erst recht keine (verderblichen) Lebensmittel, zum Sportzentrum Süd zu bringen: „Wir sind was Sachspenden anbelangt derzeit gut ausgerüstet“, unterstreicht Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn gegenüber der CW. Bei der Ankunft am heutigen Montagabend sei zunächst alles darauf ausgerichtet, die Flüchtlinge unterzubringen, zu versorgen und nach ihrer Odyssee zur Ruhe kommen zu lassen. „Aber zur Begrüßung der Flüchtlinge“, so Dezernent Kühn weiter, „sind Menschen herzlich willkommen.“

Wann genau die 300 Menschen am Sportzentrum Süd eintreffen, steht aber noch nicht exakt fest – auch eine Ankunft in der Nacht sei möglich, heißt es seitens der Stadt. Die Stadt hat der Bezirksregierung gemeldet, dass die Hallen ab 18 Uhr bezugsfertig sein werden. Spenden für die Dörper Flüchtlingshilfe können derweil auf das Konto der Ev. Kirchengemeinde Küllenhahn, IBAN: DE67 3305 0000 0000 2432 20; BIC WUPSDE33XXX bei der Stadtsparkasse Wuppertal geleistet werden. Bitte das Stichwort: „Willkommen in Cronenberg“ nicht vergessen.

Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. Uwe Schmitz
    07.09.2015, 21:38 Uhr   |   Direktlink

    „Willkommen in Cronenberg“ Raus mit Sportlern und Steuerzahlern ( 6.5 Mrd.€ )eine Traumhafte Summe für die Altenpflege oder für ein Kinderhospiz.
    Ich hoffe wir werden nicht mit steigenden Zahlen bei Einbrüchen und Gewaltverbrechen belohnt.
    Danke für diese Lösung

  2. Holy Mary
    08.09.2015, 19:00 Uhr   |   Direktlink

    Diesen überflüssigen Kommentar einfach ignorieren.
    Der Rest der Wuppertaler hat zum Glück nicht so einen beschränkten Horizont!

  3. B. Müller
    08.09.2015, 23:30 Uhr   |   Direktlink

    @ Uwe Schmitz

    Leider handelt es sich nicht nur um Flüchtlinge aus Syrien, die viel Leid erfahren haben und hier wirklich willkommen sind, sondern auch um Leute aus Albanien, also Wirtschaftsflüchtlinge, mit denen wir schon unsere Erfahrungen gemacht haben.
    Deshalb rüste ich im Bezug auf Einbruchsschutz und Selbstverteidigung auf.

  4. Uwe Schmitz
    10.09.2015, 07:53 Uhr   |   Direktlink

    Ohne Argumente bleiben nur noch Beleidigungen .
    Danke Holy Mary

  5. Heinz Willz
    10.09.2015, 20:09 Uhr   |   Direktlink

    Schon beeindruckend diese Hilfsbereitschaft, Respekt, aber warum bedarf es einer solchen Situation? Wo ist denn die Hilfsbereitschaft für den Pfandflaschen sammelnden Rentner und den älteren Herren der am Supermakt stehen muss, um eine Obdachlosen-Zeitschrift zu verkaufen.? Davon sieht man nichts, keine Sammlungen keine Angbote, wie man helfen kann. Irgedwie verlogen das Ganze, na ja, höchstens die Gutmenschen fühlen sich jetzt besser.

  6. B. Müller
    11.09.2015, 12:26 Uhr   |   Direktlink

    @ Heinz Willz

    Vielen Dank, Sie sprechen (schreiben) mir aus der Seele.

  7. Oliver Wagner
    11.09.2015, 21:28 Uhr   |   Direktlink

    Nur um der Legendenbildung vorzubeugen: Es handelt sich nicht um Flüchtlinge aus Albanien und selbst wenn Albaner dabei wären, wäre dies kein Grund zur Sorge.

  8. B. Müller
    12.09.2015, 11:14 Uhr   |   Direktlink

    @ Herr Wagner

    Tagtäglich kann man in der Tagespresse Berichte über Trickdiebstähle und Raubüberfälle mit eindeutigen Täterbeschreibungen lesen. Mitunter sind auch bunt bekleidete Frauen mit langen schwarzen Haaren und auffällig viel Goldschmuck in ruhigen Wohngegenden auch in Cronenberg zu beobachten, die vermutlich etwas auskundschaften.
    Das sind Leute aus sicheren Herkunftsländern wie Albanien, Serbien, Mazedonien usw. und keine Kriegsflüchtlinge, welche willkommen sind.

    Solange sich diesbezüglich nichts ändert, werden meine Sorgen bestehen bleiben und vielleicht bald in eine Angst umschlagen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Veröffentlichte Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bitte achten Sie bei Ihrer Meinungsäußerung unbedingt auf einen respektvollen Umgang anderen gegenüber. Beleidigungen, werbliche Einträge sowie Kommentare ohne Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht.