Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

13.09.2015, 20.13 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Flüchtlinge: Auch EFG-Sporthalle wird zur Notunterkunft

Artikelfoto

Die als Notunterkunft hergerichtete Halle an der Blutfinke. -Screenshot Stadt Wuppertal

Aufgrund der dramatischen Flüchtlings-Situation hat die Stadt am heutigen Sonntag, 13. September 2015, bekannt gegeben, dass auch die Dreifach-Sporthalle der Erich-Fried-Gesamtschule (EFG) in Ronsdorf zur Notunterkunft für Flüchtlinge wird. Hier sollen im Laufe der kommenden Woche Flüchtlinge untergebracht werden.

„Angesichts der aktuellen Entwicklung stellen wir uns damit der Verantwortung, eine Obdachlosigkeit ankommender Flüchtlinge mit allen Kräften zu vermeiden“, erklärte Oberbürgermeister Peter Jung am Nachmittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Jung dankte allen, die binnen Stunden die notwendige Logistik aufgebaut hatten. Die Vorbereitung der EFG-Halle erfolgte zunächst vorsorglich, denn weder vom Krisenstab der Bezirksregierung noch der Bundes- oder Landespolizei erhielt die Stadt bislang Informationen zur Anzahl möglicherweise ankommender Flüchtlinge, erläuterte Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig: „Es geht darum, für den Fall einer kurzfristigen Zuweisung vorbereitet zu sein.“

Ebenso wie Anfang der Woche im Sportzentrum Süd, wurde auch die Sporthalle an der Blutfinke in Ronsdorf mit einem Holzboden ausgelegt und dann mit 300 Betten ausgestattet. „Bis zu 80 Helfer waren heute im Einsatz“, berichtete Stadtdirektor Slawig: Nun sei man binnen zwei bis drei Stunden aufnahmebereit. Erwartet werden die Flüchtlinge ab Anfang der kommenden Woche. „Wenn die Flüchtlinge kommen, stehen wie am Schulzentrum Süd zunächst mindestens zehn Ärzte und zusätzlich Dolmetscher bereit“, erklärte Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn.

Die Ronsdorfer Halle, so Kühn weiter, sei derzeit das einzige Objekt, das so kurzfristig zur Verfügung stünde: An weiteren Objekten, so Kühn weiter, arbeite man jedoch, so auch an einer Gewerbehalle auf dem Belzer-Gelände in der Hastener Straße oder auch einer Schule in Elberfeld. Mit einer weiteren nicht mehr genutzten Schule sollen nach den Herbstferien dann insgesamt 900 Plätze zur Verfügung stehen. Dazu kämen 500 bis 600 Plätze im Art-Hotel, wenn diese zur Erstaufnahmeeinrichtung der Bezirksregierung werde. „Wir werden alles tun, um die Belegung der Schul- und Vereinssporthallen zeitlich so begrenzt wie möglich zu halten“, versicherte der Sozialdezernent.