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20.10.2015, 19.20 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Zu teuer: Stadt will Weg an der Rather Straße nicht freimachen

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Bei der Unterschriften-Übergabe an OB Peter Jung betonten die Sprecher der Anwohner-Initiative, dass sie sich nicht mit nur geduldeten Zuwegungen von der Rather Straße zum Kaltenbachtal zufrieden geben wollen. Darauf läuft es nun aber wohl hinaus… -Foto: Archiv

Der zum „Dauerbrenner“ gewordene Wegestreit in der Rather Straße (die CW berichtete mehrfach) beschäftigt einmal mehr am morgigen Mittwoch, 21. Oktober 2015, die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg. Zur Erinnerung: Im Zuge des Baus von Einfamilienhäusern wurde ein jahrzehntealter Weg von und ins Kaltenbachtal durch einen Neu-Eigentümer gesperrt. Eine Anwohner-Initiative ging daraufhin auf die Barrikaden: Anfang September übergab sie rund 1.900 Unterschriften an den Oberbürgermeister.

Nachdem klar war, dass der eigentliche Weg nicht wieder zu aktivieren ist, forderten die Anwohner, einen mittlerweile verschütteten Wanderweg am östlichen Ende der Rather Straße wieder passierbar zu machen. Die Stadt derweil verwies auf einen Trampelpfad über die sogenannte „Fliegerwiese“. Deren Eigentümer, so der Lösungsvorschlag der Stadt, werde die Benutzung durch Spaziergänger dulden – zumindest solange die Verschmutzung zum Beispiel durch Hundekot keine Überhand nähme.

Die Anwohner-Initiative indes war diese Duldung zu wenig, sie beharrte auf der Reaktivierung des Wanderweges. Man werde auch selbst mit anpacken, um den Weg wieder freizumachen und die Kosten im Rahmen zu halten, hieß es bei der Unterschriften-Übergabe an OB Peter Jung. „Nicht machbar“, lautet nun zur Sitzung der Dörper Bezirksvertretung dennoch die Antwort der Stadt – die Kosten  seien zu hoch.

So rechnet die Stadt allein für ein Altlasten- und Standfestigkeitsgutachten mit Kosten von über 5.700 Euro. Für den Ausbau des östlichen Weges veranschlagt sie weitere bis zu 50.000 Euro. Zudem habe der direkt neben dem Weg wohnende Häuslebauer bereits Widerstand gegen eine Reaktivierung angekündigt. Zumal überdies der Eigentümer eines oberhalb gelegenen Garagenhofes laut Stadt weiter dulden will, dass Anwohner über sein Areal ins Kaltenbachtal gehen und somit also zwei geduldete Wege bestehen, erteilt die Stadt der Anwohner-Initiative eine Absage.