Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

05.11.2015, 16.51 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Wir wollten was tun“: Bayer-Realschüler für die Flüchtlingshilfe

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Lehrerin Gerlinde Brauers (li.) und ihre Schüler von der Friedrich-Bayer-Realschule überreichten die Spende für das Dörper Flüchtlingsbündnis in der Kleiderhalle von „Willkommen in Cronenberg“.

„Viele haben sich Sorgen gemacht um die Flüchtlinge“, erzählten Natalie Pszowsky und Jacob Arens: „Wir wollten einfach was tun.“ Nur, was tun? In die Hallen des Sportzentrums Süd durften die Schüler der Friedrich-Bayer-Realschule (FBR) ja nicht rein, um irgendwie direkt zu helfen, nachdem dort rund 300 Flüchtlinge einquartiert worden waren (die CW berichtete).

Begleitet von Gerlinde Brauers, Lehrerin für Französisch und Religion sowie Beauftragte für Schulseelsorge an der Küllenhahner Realschule, veranstalteten etwa 30 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 also einen Waffel-Verkauf. Unterstützt von zwei Schüler-Müttern wurden mehr als 20 Schüsseln mit Teig gerührt und sieben Waffeleisen während der Pausen im Schulzentrum Süd „angeworfen“. Die Resonanz des Waffel-Verkaufs für die Flüchtlinge, so berichteten Natalie Pszowsky und Jacob Arens sowie Gerlinde Brauers, war bestens: Die Schülerschaft bewies großen Waffel-Hunger – bereits in der zweiten Pause waren die Teigschüsseln leer und alle Waffeln verkauft.

„So viel haben wir noch nie geschafft“, verweist Gerlinde Brauers darauf, dass an der Bayer-Realschule immer wieder Hilfs-Aktionen für die Katastrophenhilfe oder Eine-Welt-Projekte durchgeführt werden: „Das hat sich wie ein Lauffeuer in der Schule herumgesprochen und war eine große Solidarität.“ Insgesamt kamen bei der Aktion der FBR-Schüler übrigens 450 Euro für die in der Cronenberger Notunterkunft lebenden Flüchtlinge zusammen.

Wohin sie das Geld geben sollten, war keine große Frage – an die „Nachbarn“ von „Willkommen in Cronenberg“, die derzeit noch neben dem Schulzentrum auf dem Gelände des „Rigi-Kulm-Centers“ eine „Kleiderhalle“ für die Flüchtlinge betreiben.