04.12.2015, 18.23 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Zwei Millionen aus Berlin für marode Dörper Straßen

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Derzeit in Höhe der Kreuzung Kemmannstraße eine Dauerbaustelle: Die Bezirksvertretung Cronenberg möchte, dass auch die Lindenallee möglichst bald saniert wird.

Insgesamt 3,5 Milliarden Euro stellt der Bund bis 2018 mit seinem „Bundesinvestitionsprogramm“ den finanzschwachen Kommunen in der Republik zur Verfügung. Von den rund 1,125 Milliarden Euro, die davon nach NRW fließen werden, wird Wuppertal 37,3 Millionen Euro erhalten. Landet ein Stückchen von diesem Kuchen auch im CW-Land?

Neben 2,35 Millionen Euro für Umfeld-Aufwertungen in den Innenstädten von Elberfeld und Barmen sowie rund 4,5 Millionen Euro für die Umstellungen von öffentlichen Beleuchtungsanlagen auf LED-Lampen sollen für rund 6,1 Millionen Euro 13 Straßen in der Stadt mit einem lärmreduzierenden neuen Straßenbelag versehen werden. Mit knapp zwei Millionen Euro fast ein Drittel plant die Stadt dabei für Projekte in Cronenberg und der Südstadt ein.

Dickster Batzen der Sanierungs-Liste der Stadt ist die Dörper Hauptschlagader: Für eine Million Euro soll die Hauptstraße im Abschnitt von der Querung der Sambatrasse (Bahnübergang) bis zur Einmündung Rathausstraße instand gesetzt werden. Für 700.000 Euro soll überdies ein Teil der Jägerhofstraße erneuert werden – und zwar im Abschnitt von der Kreuzung Hahnerberg bis zur Einmündung Freudenberger Straße.

Straßensanierungen: Neuer Fahrbahnbelag mit Flüsterasphalt?

Zudem will die Stadt mit Hilfe der Fördermittel aus dem „Bundesinvestitionsprogramm“ die Rathausstraße sowie die Berghauser Straße anpacken: Von der Kreuzung Ortsmitte bis zur Einmündung Rottsieper Höhe will sie für 250.000 Euro die beiden Straßen erneuern. Während diese Maßnahme im nächsten Jahr ausgeführt werden soll, sind die Arbeiten an der Hauptstraße und der Jägerhofstraße erst für das Jahr 2017 vorgesehen.

Die Straßenerneuerungen laufen übrigens unter der Überschrift „Lärmbekämpfung“. Nach Informationen der CW soll dabei sogenannter Flüsterasphalt zum Einsatz kommen. Hannelore Reichl, die Leiterin des Ressort Straßen und Verkehr, wollte dazu auf CW-Nachfrage jedoch mit Verweis auf die ausstehende politische Entscheidung keine Auskunft geben. Der Stadtrat wird in seiner letzten Sitzung des Jahres am 14. Dezember 2015 über die Liste abstimmen.

Lindenallee: Bezirksvertretung für Instandsetzung „in einem Rutsch“

Auf einen Antrag der CDU-Fraktion berichtete Norbert Dölle von der Stadt, dass auch die Ertüchtigung der Lindenallee vorgesehen sei. Allerdings erst ab 2018, da die Lindenallee zuvor während der geplanten Sanierung der Berghauser Straße und der Hauptstraße als Umgehungsstraße vorgesehen sei. Die CDU-Forderung zur Instandsetzung der Lindenallee nahm die Bezirksvertretung einstimmig an. Geplante Kanalbaumaßnahme der WSW in dem Bereich sollen so vorgezogen werden, dass die Sanierungen von Haupt- und Berghauser Straße sowie Lindenallee unmittelbar nacheinander durchgeführt werden können.

Übrigens: Laut einer Einschätzung des Städtetags befindet sich das Wuppertaler Straßennetz in einem schlechtem Zustand. Den Investitionsstau im Bereich der Erhaltung des 825 Kilometer langen Straßennetzes im Tal veranschlagte der Städtetag zuletzt auf zirka 120 Millionen Euro. Die 6 Millionen Euro aus Berlin sind nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein…

Lesermeinungen zu diesem Artikel

  1. H. Schmidt
    04.12.2015, 20:11 Uhr   |   Direktlink

    Alle, die Herrn Jung als Oberbürgermeister abgewählt haben, sollten bedenken, dass er dies angestoßen hat, als er mit seinen OB-Kollegen anderer Städte immer wieder in Berlin war, um um die desolate Finanzlage zahlreicher Kommunen vorzutragen.

    Aufgrund der bisher kurzen Amtszeit von Herrn Mucke, kann es zwangsläufig noch nicht sein Verdienst sein, dass jetzt die Straßen erneuert werden.

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