Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

07.12.2015, 16.45 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Grundschul-Eltern: „Zauberhafte Spende“ für kleine Flüchtlinge

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Bereits als Zauberer Frank Hoffmann („Magic Hoffini“) seine Utensilien aufbaute, strahlten die Kinder, schon vor Beginn der Zauber-Vorstellung in der Flüchtlings-Notunterkunft an der Hastener Straße war damit klar: Der Auftritt würde ein voller Erfolg werden – und damit das Geschenk der Elternschaft der Grundschule Küllenhahn.

Im „Wahlcafé“ hatten sie Ende September bei der Oberbürgermeister-Wahl Kaffee und Kuchen im Foyer ihrer Schule, in der das Küllenhahner Wahllokal war, verkauft – aus dem Erlös spendeten sie nicht nur für ein neues Klettergerüst auf dem Pausenhof, sondern auch die Zauberer-Vorstellung in der Hastener Straße. „Uns wird immer sehr geholfen“, erklärten Nele Voigt, Organisatorin der Zauberer-Spende, und Yvonne Pangritz, 2. Vorsitzende der Küllenhahner Schulpflegschaft, zu der Hilfsaktion: „Nun wollten wir auch einmal etwas zurückgeben“ – zumal die Flüchtlinge ja bis in die Herbstferien noch gleich in der Nachbarschaft im Sportzentrum untergebracht waren.

Als die Vorstellung von „Magic Hoffini“ dann im spartanischen Essensbereich der Notunterkunft auf dem Belzer-Gelände losging, konnten sich auch Nele Voigt und Yvonne Pangritz davon überzeugen, dass die Grundschul-Spende ein Volltreffer war: Auch wenn nur die wenigsten der Flüchtlingskinder höchstens ein paar Brocken Englisch verstanden, zauberte Frank Hoffmann von der ersten Minute an alle Verständigungsprobleme weg.

Für eine Dreiviertelstunde waren Zaubertricks und Spaß der Dolmetscher, konnten die Kinder aus Syrien, dem Irak, der Mongolei oder auch Afghanistan ihre Sorgen in der Notunterkunft vergessen – eine zauberhafte Spende also…