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13.12.2015, 16.53 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Küllenhahner Advent: Später Run auf Stände und Glühwein-Kessel

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Am Abend strömten nicht nur viele Besucher an die Küllenhahner Adventsmeile, die freiwilligen Bürgervereinshelfer am Glühweinstand konnten sich auch über Besuch vom Nikolaus freuen – die Kinder natürlich auch…

Eine Woche später als gewohnt stieg am 5. Dezember 2015 die elfte Auflage des Küllenhahner Advents. Ob es das ungewohnte zweite Adventswochenende war, ob viele ihre Weihnachtseinkäufe in der Stadt zu erledigen hatten oder ob sie lieber zum Weihnachtsmarkt auf Schloss Lüntenbeck pilgerten – das war die Fragen, die sich zunächst am Nachmittag stellten. Denn: Nach der Eröffnung um 14 Uhr blieb die Besucherzahl zunächst überschaubar.

Entsprechend bangte Ariane Hüttemann (Bedachungen Hüttemann), ob sie auf ihren Wärmebehältern voller leckerer Linsen- und Erbsensuppe größtenteils sitzen bleiben würde und in den folgenden Tagen immerzu Suppe auf dem heimischen Speisezettel stehen würde, während für die Küllenhahner Gemeindejugend eine Bratwurst-Ära drohte und die Helfer am Glühweinstand des Bürgervereins sich schon fragten, wie sie die vielen Liter des adventlichen Heißgetränks denn verkraften würden. „Zum Glück“ hatten auch die Kunsthandwerker zunächst nicht viel zu tun – und dafür umso mehr Zeit, um Suppe, Adventswürstchen und Glühwein zu probieren…

Am Abend flossen Glühwein, Suppe & Co. in Strömen

Während immerhin Volker Diederichs ins Schwitzen kam, weil zahlreiche kleine Festbesucher zum Kinderschmieden kamen, verflogen dann am späten Nachmittag auch alle Suppen-Sorgen & Co.: Als es über der Küllenhahner Straße zu dunkeln begann, strömten die Besucher an die Adventsmeile – ob Linsensuppe, Waffeln und Kuchen oder Adventswürstchen, ob Weihnachtslikör, Prosecco oder Glühwein und Punsch – auch an den Kulinaria-Ständen strömte es nun. Und auch die Kunsthandwerker hatten nun keine Zeit mehr für Pausen – am Ende zeigten sie sich ganz überwiegend zufrieden mit dem Verlauf des „verspäteten“ Adventsfests.

Für die kleinen Besucher war das ungewohnte Datum des Fests des Bürgervereins Küllenhahn und der CW sogar ein Vorteil: Neben Kinderschmieden und Feuerwerk zum Finale hielt der 11. Küllenhahner Advent nämlich für sie noch eine Überraschung bereit. Der Nikolaus ließ sich von Thomas Schmitt (Garten- und Landschaftsbau Schmitt) auf einem his-torischen roten Traktor zum Küllenhahner Adventsbaum „kutschieren“, wo der Rotrock für alle Kinder ein Präsent aus seinem großen Sack holte. Nachdem Gudrun Ditgens hier das Rudelsingen angestimmt hatte, war das ein weiterer stimmungsvoller Höhepunkt im Lichterglanz des Hofes vor der Pandelschen Fabrik.

Nach dem CW-Feuerwerk wurde in der Hüttemann-Fabrik kräftig weitergefeiert

Während der Glühwein-Durst hier nun zur Normalform auflief, enterten drei Sängerinnen die Mikrofone und unterhielten den dicht gefüllten Hof mit weiteren Liedern, bis Schmitz Pyrotechnik den Staffelstab übernahm und das CW-Feuerwerk in den Adventshimmel schoss. Mit einem Glühwein oder Punsch in der Hand verfolgten viele das leuchtende Spektakel entlang der Küllenhahner Straße, und als der letzte Effekt verglüht war, brandete Applaus auf. Anschließend gab’s noch einmal einen „Run“ auf die Glühwein-Kessel – als gegen 21 Uhr der Abbau begann, waren sie fast leergetrunken. In der Hüttemannschen Fabrik indes mussten die Bürgervereins-Helfer am Weinstand eine Spätschicht einlegen: Hier wurde noch bis in den späten Abend weitergefeiert – auf jeden Fall zum Ende war bei dem außergewöhnlichen Adventsfest alles wie gewohnt…

Insgesamt rund 3.000 Euro für die Bergischen Museumsbahnen

Der Reinerlös des 11. Küllenhahner Advents steht zwar noch nicht exakt fest, nach einem  ersten Kassensturz lässt sich allerdings bereits sagen: Am Glühwein-Stand sowie dem Weinstand des Bürgervereins kamen insgesamt mindestens rund 2.000 Euro zusammen. Wie berichtet, haben der Bürgerverein und die CW beschlossen, den Reinerlös an die Bergischen Museumsbahnen (BMB) zu spenden, denen Metall-Diebe Anfang November einen Schaden von etwa 50.000 Euro zufügten.

Laut Bürgervereinsvorsitzendem Michael Ludwig wird der Bürgerverein die Advents-Spende um 1.000 Euro aufstocken, sodass rund 3.000 Euro aus Küllenhahn in die Kohlfurth gehen werden. Wer auf dem 11. Küllenhahner Advent Glühwein, Punsch oder Prosecco getrunken hat, kann sich also auch ein bisschen auf die Schulter klopfen – Dankeschön! Apropos: Ein Dank geht auch an die Gartenbau-Firmen Balewski, Mechler und Schmitt, Policks Backstube, die Metzgerei Uhlemeyer, die Feuerwehr Hahnerberg, Bedachungen Hüttemann sowie Schmitz Pyrotechnik und nicht zuletzt alle Aussteller und Helfer des Adventsfests.

Darüber hinaus danken die Organisatoren der Weinhandlung Lapinski, die auch diesmal für den guten Zweck einen Teil des „Grundstoffs“ für den weißen und roten Glühwein sponserte!

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