Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.01.2016, 13.12 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Friedrichsberg: Privatliga übernimmt Kult-Platz „Gym“

Artikelfoto

Besiegelten Anfang Januar vor Ort die Übergabe: Florian Lanzmich und Nick Kiby von der Privatliga sowie Thomas Hornung, Klaus Gehrmann und Peter Lux vom Sportamt (v.l.n.r.).

„Vielleicht heißt es ja am 1. März doch nicht: ,Da waren’s nur noch drei…’“, lautete der Schlusssatz in dem CW-Bericht, mit dem wir Mitte Oktober über die städtischen Pläne zur Aufgabe des Sportplatzes Friedrichsberg informierten. Zuvor hatte der FC Polonia, der den im Voksmund „Gym“ genannten städtischen Ascheplatz seit 2010 betrieb, angekündigt, ab 2016 den Vohwinkler Sportplatz „Zur Waldkampfbahn“ zu übernehmen.

Da etwa 250.000 Euro notwendig seien, um den Sportplatz Friedrichsberg zu erhalten, schlug das Sportamt in seiner Vorlage an die  entscheidenden politischen Gremien der Stadt die Aufgabe des Platzes vor. In der entsprechenden Sitzung des Sportausschusses meldete dann jedoch die Privatliga Bergisch-Land e.V. ihr Interesse an einer Übernahme des Südstädter Ascheplatzes an. Rund zwei Monate später steht nun fest, dass der Schlusssatz des CW-Artikels vom Oktober Realität wird und es auch weiterhin vier Sportplätze im CW-Land geben wird.

Nach mehrwöchigen Gesprächen übergab Thomas Hornung vom städtischen Sportamt den Sportplatz Friedrichsberg am 6. Januar 2016 offiziell in die Obhut der Privatliga. Die Vereinigung, in der rund 350 Hobbykicker organisiert sind und die dem Fußballverband Niederrhein angeschlossen ist, will den Friedrichsberg nicht nur zu Trainingszwecken nutzen. Auch die Pflichtspiele der derzeit 14 Mannschaften starken Liga sollen gebündelt auf dem „Gym“ ausgetragen werden – die bisherigen Probleme, Platzzeiten in Wuppertal zu erhalten, dürften damit passé sein.

Aber nicht nur das: Mit der neuen Heimstatt hoffen Vorsitzender Florian Lanzmich und Geschäftsführer Nick Kiby auch der Nachfrage gerecht werden zu können. Aufgrund zu geringer Platz-Kapazitäten musste die Privatliga zuletzt die Aufnahmeanträge mehrerer Mannschaften ablehnen. „Das ist eine große Chance für uns“, freuten sich die Liga-Vorstände bei der Übergabe, während Thomas Hornung vom Sportamt betonte, dass die Stadt zwar nicht das Geld habe, um in den Platz oder das Gebäude zu sanieren, aber: „Wir wollen dem nicht im Wege stehen, sondern der Privatliga die Chancen dazu bieten.“