22.02.2016, 13.31 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Rollhockey: Schwarzes Heim-Wochenende für den RSC

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Aller Einsatz nutzte nichts: Benni Nusch und seine Löwen-Kameraden mussten gegen Remscheid eine bittere Heimpleite im bergischen Derby einstecken. -Foto: Marcus Müller

Nachdem sie am Spieltag zuvor auswärts zwei Siege einfuhren, ging der heimische Doppel-Spieltag für die Bundesliga-Teams des RSC Cronenberg voll „in die Hose“: Sowohl die Löwen des RSC wie auch im Anschluss die Dörper Cats kassierten in der Alfred-Henckels-Halle Niederlagen.

Im prestigeträchtigen bergischen Derby empfingen die RSC-Herren am vergangenen Samstag, 20. Februar 2016, zunächst die IGR Remscheid an der Ringstraße. Hier setzte zwar Benjamin Nusch mit einem Pfostentreffer das erste Ausrufezeichen für die Cronenberger. Im Anschluss jedoch netzten die Nachbarstädter ein: Nach einem blitzschnell ausgeführten Freistoß zeigte sich die RSC-Abwehr nicht auf der Höhe und Remscheid ging in Führung (9.).

Nachdem die IGR nur zwei Minuten später auf 2:0 erhöht hatte, drängten die Cronenberger auf den Anschlusstreffer. Jordi Molet schaffte es zunächst per Direktem zu verkürzen (13.), als Kay Hövelmann dann in der 21. Minute ausglich, schien das Derby wieder offen. Unmittelbar vor der Halbzeitsirene musste das Team von RSC-Trainer Marc Berenbeck jedoch das 2:3 hinnehmen (25.).

Im zweiten Abschnitt blieb es zunächst bei der hauchdünnen Führung, in der 35. Minute legte Remscheid aber den vierten Treffer nach. Während die Löwen nun alles an den Anschlusstreffer setzten, machten die Gäste den Sack zu: Yannick Peinke mit einem Doppelschlag zum 6:2 (45./47) sorgte für die Vorentscheidung. Selbst durch einen Direkten noch in Überzahl konnten die Löwen das Blatt nicht mehr wenden.

RSC-Cats schenkten 4:1-Vorsprung noch her

Auch die RSC-Fans, die im Anschluss in der Alfred-Henckels-Halle verblieben, um durch die Dörper Cats mit einem Erfolgserlebnis belohnt zu werden, wurden enttäuscht: Trotz einer 4:1-Pausenführung gelang es gegen den RSC Gera nicht, die Punkte in Cronenberg zu halten – die RSC-Cats unterlagen mit 4:5.

Im ersten Abschnitt hatte Anna Kaub die Cronenbergerinnen in Führung gebracht. Die Ostdeutschen konnten zwar postwendend ausgleichen, erneut Anna Kaub sowie Marie Tacke und Lea Seidler schossen zur Pause aber einen komfortablen Vorsprung heraus. Im zweiten Abschnitt ruhten sich die Dörperinnen dann aber zu sehr auf dem 4:1 aus, die Konsequenz: Die Partie kippte und Gera fuhr am Ende den knappen Auswärtssieg ein.

„Ich habe die Mannschaft anscheinend nicht richtig auf das Spiel heute vorbereitet“, übte sich Cats-Trainer Michael Witt nach der Heimniederlage in selbstkritik: „Das Team kann anders spielen, anders auftreten und ein anderes Gesicht zeigen.“ Das große Saisonziel der RSC-Damen ist durch die überraschende Heimpleite futsch: Der Play-Off-Platz 4, auf dem weiterhin Darmstadt mit nunmehr fünf Punkten Vorsprung rangiert, ist in weite Ferne gerückt. Zumal die RSC-Cats nun einen schweren Auswärtsgang vor der Brust haben: Am 5. März laufen sie um 17.30 Uhr bei Tabellenführer ERG Iserlohn auf.

RSC-Löwen: Duell um Platz 5 mit Darmstadt geht weiter

Nach dem schweren Pokalspiel am kommenden Samstag, 27. Februar, beim Bundesliga-Dritten SK Germania Herringen (Anpfiff: 18 Uhr) steht den RSC-Löwen auch in der Bundesliga ein nicht gerade leichter Auswärtsgang bevor: Am 5. März (15.30 Uhr) müssen die Mannen von RSC-Trainer Marc Berenbeck zum Spitzenreiter ERG Iserlohn. Da Verfolger Darmstadt bei Herringen aufläuft, dürfte sich das Duell um den Play-Off-Platz 5 fortsetzen.

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