01.03.2016, 16.41 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

0 Kommentare

Seilbahn: BUND erklärt sich mit den Gegnern solidarisch

Artikelfoto

Durchs Tal schweben, das geht bereits seit über 100 Jahren. Wird eine „Schwebe-Partie“ in wenigen Jahren auch auf der Südhöhe möglich sein?

Unter der Überschrift „Einfach mal Nein sagen“, erklärt sich die Wuppertaler Kreisgruppe des „Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUND) mit der Bürgerinitiative „Seilbahnfreies Wuppertal“ solidarisch und fordert den Verzicht auf eine Seilbahn vom Hauptbahnhof zum Schulzentrum Süd. Mit einer Mail-Aktion ruft BUND-Kreisvorsitzender Jörg Liesendahl am heutigen Dienstag, 1. März 2016, alle Mitglieder des Stadtrates dazu auf, keine weiteren Geldmittel für Prüfungen zum Seilbahn-Projekt zu bewilligen.

Für die BUND-Ablehung der Seilbahn benennt Liesendahl drei Gründe: So müssten für den Bau der Seilbahn-Trasse zahlreiche und zum Teil alte Bäume gefällt werden. Überdies läge die vorletzte Stütze vor der Bergstation auf Küllenhahn genau im Quellbereich des Baches Hatzenbeck, der dadurch geschädigt würde. Zudem kritisiert der BUND die Seilbahn als einen verkehrspolitischen „Bärendienst für Wuppertal“.

Würden durch die Seilbahn Buslinien ausgedünnt, könnte dies die Anwohner in den betroffenen Bereichen dazu bewegen, vom Bus zurück aufs eigene Auto umzusteigen. „Als BUND-Kreisgruppe Wuppertal halten wir es deshalb für nicht erforderlich, die Machbarkeit einer Seilbahn auf dieser Trasse weiter zu prüfen und bitten Sie deshalb eindringlich, gegen die weiteren Untersuchungen des Projektes zu stimmen“, heißt es abschließend in dem BUND-Aufruf an die Wuppertaler Stadtverordneten.

Der Rat der Stadt Wuppertal wird sich in seiner nächsten Sitzung am 7. März 2016 mit der Bürgerbeteiligung zum Projekt Seilbahn befassen. Wie berichtet, sollen bis zum Ende des Jahres unter anderem Bürgergutachten zu dem Projekt erarbeitet werden. Die zuständigen Bezirksvertretungen Cronenberg und Elberfeld haben dem bereits jeweils einstimmig zugestimmt.

Den Artikel teilen:

Lesermeinungen zu diesem Artikel

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Veröffentlichte Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Bitte achten Sie bei Ihrer Meinungsäußerung unbedingt auf einen respektvollen Umgang anderen gegenüber. Beleidigungen, werbliche Einträge sowie Kommentare ohne Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse werden nicht veröffentlicht.