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05.04.2016, 13.49 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Kinderhospiz Burgholz: „Wie eine große Familie geworden“

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Freuen sich auf das Charity-Dinner, dass VillaMedia-Chef Jörg Heynkes (li.) zugunsten des Kinderhospizes am 10. April veranstaltet: Merle Fells, Kerstin Wülfing, Bärbel Hoffmann, Christoph Humburg und Martin Hamburger (v.l.n.r.).

Im März feierte das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz seinen ersten Geburtstag. Den Jahrestag nahm die Kinderhospiz-Stiftung Bergisch Land zum Anlass, auf das Start-Jahr zurückzublicken.

Die Einrichtung an der Kaisereiche, eines von vier Hospizen in Nordrhein-Westfalen, zählte in den ersten zwölf Monaten insgesamt 303 Gäste. Die Auslastung bis Dezember 2016 wird voraussichtlich 81 Prozent betragen – damit wird das Haus an der Kaisereiche sehr gut angenommen. Der jüngste Hospiz-Patient, den die 44 Mitarbeiter begrüßen konnten, war gerade 12 Tage alt, der älteste 26 Jahre alt. Die traurige Nachricht: Inzwischen sind 14 Kinder beziehungsweise Jugendliche davon verstorben.

„Das ist hier wie eine Familie und ein tolles Team“, freute sich Natalie Bäcker aus Bedburg-Hau über das neue Hospiz im Burgholz. Schon fünf Mal war sie mit ihrem Sohn an der Kaisereiche: „Man möchte immer wieder kommen“, unterstrich Natalie Bäcker, wie dankbar sie für das neue Haus ist. „Es war ein wagemutiges Projekt“, erinnerte Diakoniedirektor und Stiftungsvorstand Dr. Martin Hamburger noch einmal daran, dass rund 20.000 Spender die rund 7,5 Millionen Euro für das Projekt zusammenbrachten und es damit überhaupt erst möglich werden ließen.

Kinderhospiz: Trotz großer Auslastung sind Spenden weiter notwendig

Zugleich wurde unterstrichen, dass im Startjahr auch 273 Eltern und 105 Geschwisterkinder an der Kaisereiche zu Gast waren – ihre Aufenthalte müssen komplett durch Spenden finanziert werden. Um auch das zu gewährleisten, müssen jährlich bis 900.000 Euro durch Spenden aufgebracht werden – die Unterstützung für das Kinderhospiz darf also nicht nachlassen.

„Inzwischen ist richtig Leben hier eingezogen. Es gibt ruhige und turbulente Zeiten“, erklärte Hospiz-Leiterin Merle Fells. „Wir haben im Haus schon Menschen vieler Religionen beherbergt“, betonte Caritasdirektor Christoph Humburg die ökumenische Prägung des Hospizes und die Offenheit für alle Betroffenen. Kerstin Wülfing, Geschäftsführerin der Kinderhospiz-Stiftung, lobte derweil die vielen Gruppen und Freundschaften, welche sich zwischenzeitlich gebildet haben.

Da gibt es die „Fuchsbande“, in der sich die Geschwisterkinder kennen lernten. Aber auch Mütter, Väter und sogar Großeltern haben sich zusammengefunden, um den Austausch zu pflegen, zusammen zu wandern oder auch sonst viel zu unternehmen. „Unsere Gäste sind die wichtigsten Botschafter“, meinte Bärbel Hoffmann, Geschäftsführerin der gGmbH.

Am 10. April: Charity-Dinner in der VillaMedia

Um den ersten Geburtstag gebührend zu feiern, steigt zu Gunsten des Hospizes am 10. April 2016 ein „Charity Dinner“ in der VillaMedia: An der Viehhofstraße 125 wird dabei ab 18 Uhr nicht nur ein Vier-Gänge-Menü serviert. Als Sahnehäubchen wird auch ein vielseitiges Unterhaltungsprogramm geboten, darunter auch Kostproben aus der Revue „Heiße Zeiten“ des TiC-Theaters. Des weiteren wird es eine Versteigerung geben – VillaMedia-Chef Jörg Heynkes verspricht einen traumhaft schönen Abend.

Die Karten kosten 89 Euro pro Person und können per E-Mail an info@kinderhospiz-burgholz.de oder unter Telefon 0202 69 55 77-0 bestellt werden. Der 19. Juni 2016 wird zudem ein Tag der offenen Tür im Kinderhospiz sein. Mehr Infos unter www.kinderhospiz-burgholz.de.