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11.04.2016, 20.37 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Bürgerverein Küllenhahn: „Wir können was bewegen…“

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Der Vorstand des Bürgervereins Küllenhahn gab dem neuen Dezernenten Panagiotis Paschalis (mi.) die Gelegenheit, sich und seinen Geschäftsbereich vorzustellen.

Eine schnelle Angelegenheit war am Dienstag, 5. April 2016, die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Küllenhahn: Nach rund einer halben Stunde war der formale Teil beendet. Grund dafür war, dass Harmonie herrscht im Cronenberger Norden und der Bürgerverein ein ebenso ereignisreiches wie erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht hatte.

Geschuldet war der reibungslose Verlauf der Mitgliederversammlung aber auch einem Vorstandsbeschluss: Vorsitzender Michael Ludwig und seine Führungsriege hatten entschieden, das Jahrestreffen nicht zu einer Plattform für das Für und Wider zur Seilbahn-Idee vom Hauptbahnhof nach Küllenhahn werden zu lassen – anders als bei der Versammlung des Südstädter Bürgervereins im Februar (die CW berichtete) gab es also keine ausufernden Diskussionen.

Anders als in der Südstadt, wo Seilbahn-Gegner Einzelabstimmung verlangt hatten, konnten die Wahlen auf Küllenhahn denn auch en bloc durchgezogen werden. Nachdem die anwesenden Mitglieder bei der alljährlichen Vetrauensfrage einstimmig für den Vorsitzenden Michael Ludwig und seine Stellvertreterin Maja Luhn votiert hatten, konnten die weiteren Wahlen „in einem Rutsch“ durchgeführt werden – auch hier fiel die Wahl einmütig aus.

Das passte zum Resümee, das Michael Ludwig zuvor gezogen hatte: Ob Picobello-Aktion, Spielplatzfest, Hoffest oder auch Küllenhahner Advent und Adventsfenster am Bürgervereins-Baum – Ludwig zog ein durchweg positives Fazit: „Wir haben viel bewegt – 2015 war ein schönes Jahr.“ Und das galt auch für die Zusammenarbeit im Verein selbst: „Wir haben ein tolles Team, alles verläuft auf harmonischer Ebene.“

In 2015: Satte 10.000 Euro an Spenden ausgeschüttet.

Nahtlos reihte sich da der Finanzbericht ein: Kassenwart Jürgen Schartner verkündete stolz „eine dicke schwarze Null“ in der Bürgervereinskasse – und das obwohl der Bürgerverein im abgelaufenen Jahr immerhin über 10.000 Euro für die verschiedensten Zwecke im Ortsteil ausgeschüttet hatte. Zuschüsse gingen aber nicht nur an die Grundschule, die Schulen im Schulzentrum oder auch die Zwergenburg – mit einem 3.000-Euro-Scheck zeigten sich die Küllenhahner auch mit den durch Diebe gebeutelten Bergischen Museumsbahnen solidarisch.

Michael Ludwig stellte in Aussicht, dass der Bürgerverein auch in 2016 diverse Projekte unterstützen wolle. Mit einem Dank an alle Mithelfer und Unternehmen rief Ludwig dazu auf, den Bürgerverein auch im neuen Jahr tatkräftig zu unterstützen. „Der Küllenhahn kann was bewegen“, unterstrich der Bürgervereinschef und blickte auf die Gründung der Initiative „Willkommen in Cronenberg“ zurück.

Innerhalb von zehn Minuten habe er die Schlüssel für eine zwischenzeitlich abgerissene Halle auf dem Rigi-Kulm-Gelände gehabt, dankte Ludwig dem Eigentümer Jürgen Urbinger – quasi von heute auf morgen konnte so die Kleiderhalle des Flüchtlingsbündnisses aus dem Boden gestampft werden; Ludwig: „Das war schon Wahnsinn, was da entstanden ist.“

Mehr zum Bürgerverein unter www.bv-kuellenhahn.de.