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23.08.2016, 16.29 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wieder Ärger in der Rather Straße: Stadt legt Straßenausbau still

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Im doppelten Sinne eine „Endlos-Baustelle“ ist die Rather Straße entlang der dort errichteten Neubauten.

Die Proteste rund um die Sperrung eines Weges ins Kaltenbachtal im Zuge von Neubauten an der Rather Straße sind abgeebbt. Nachdem eine Anwohner-Initiative im letzten Sommer rund 1.900 Unterschriften an den damaligen Oberbürgermeister Peter Jung übergab, war nichts mehr von dem Wege-Streit zu vernehmen. Er habe auch gehofft, dass die Rather Straße endlich aus den Schlagzeilen raus sei, sagt „Alt-Anwohner“ Klaus Willeken-Konermann. Nun ist sie allerdings wieder im Fokus.

Diesmal geht es aber nicht um den Zugang zum Kaltenbachtal  – den gibt’s zwar immer noch nicht, nun sorgt vielmehr der Ausbau der Straße selbst für „Irritationen“: Wie Klaus Willeken-Konermann berichtet, sei der bereits seit November 2015 laufende Ausbau gestoppt worden. Dem Investor für die Neu-Bebauung war seitens der Stadt auferlegt worden, auch für die ordentliche Herstellung der Rather Straße in dem Abschnitt mit Bürgersteigen, Laternen und Anschlüssen zu sorgen.

Als „eine offensichtlich sehr kleine Firma“ mit wenigen Mitarbeitern und „sehr altersschwachem Gerät“ Ende November mit dem Ausbau begann, habe das für Kopfschütteln bei den Anwohnern gesorgt, berichtet Klaus Willeken-Konermann. Bis zum Mai sei nicht viel passiert, „dann die große Überraschung: Die Stadt legte die bisher ungesicherte Baustelle still, die Baufirma wurde nie wieder gesehen.“ Stadt-Sprecher Thomas Eiting bestätigt das Einschreiten der Stadt.

Frust bei Alt- und Neu-Anwohnern: „Lage hat sich nochmals verschlechtert…“

Die betreffende Firma verfüge nicht über den erforderlichen Nachweis für Tiefbauarbeiten. Zudem seien Arbeiten falsch ausgeführt und der Baustellenbereich auch nicht ordentlich abgesichert gewesen. Daher habe man dem Investor mitgeteilt, dass er eine neue, dazu auch befugte Firma beauftragen müsse. „Es kann jederzeit wieder losgehen, wenn ein richtiger Auftragnehmer gefunden wird“, erläutert Thomas Eiting.

Das scheint zwischenzeitlich aber nicht geschehen zu sein. Wie Klaus Willeken-Konermann weiter berichtet, hat die Stadt den Baustellenbereich mittlerweile selbst abgesperrt und die Kosten dafür dem Bauunternehmer in Rechnung gestellt. Die Absperrung und der Stillstand erwiesen sich mittlerweile besonders für die Häuslebauer als Hindernis: Große Lkw, so Klaus Willeken-Konermann weiter, hätten kaum noch Platz zum Wenden und kämen auch in die Einfahrten der Neubauten nicht hinein: „Wenn man so will, hat sich die Lage nochmal verschlechtert.“

Man darf also weiter gespannt sein, wann in der Rather Straße endlich wieder Ruhe einkehrt…