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21.09.2016, 13.37 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Wuppertal 24h live: Zeitreise, offene Tür und Musik-Spektakel

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Mit ihnen konnte man was erleben: Schmied Kai Schwarz, CFG-Ass Tobias Gerbracht und Knipex-Auszubildende Elena Wenzel.

Mit einem Mammut-Programm wartete auch diesmal das Stadt-Event „Wuppertal 24h live“ auf. War es das heiße Spätsommerwetter und/oder die Vielzahl der Angebote des Event-Marathons – von der Besucherzahl zeigte sich Ralf Patt enttäuscht. Der Inhaber des Dentallabors „Kauwerk“ hatte sich mit den Nachbarn des Pflegedienstes „Abucura“ zusammengetan.

Am Freitagnachmittag sowie am Samstag luden „Abucura“-Inhaber Henry Littig und der Kauwerk-Chef in ihre Räumlichkeiten im „Roten Haus“ an der Hahnerberger Straße ein. Die Besucher konnten hinter die Kulissen der beiden Firmen blicken und sich aus erster Hand über das technische Know-how des Labors beziehunsgweise das Leistungsspektrum des Pflegedienstes informieren. Beide Firmenteams hatten sich kräftig ins Zeug gelegt, Getränke und sogar ein Büfett erwarteten die Besucher – doch die Zahl der Interessierten blieb hinter den Erwartungen zurück: „Vielleicht haben sich die Firmen-Präsentationen überholt“, suchte Ralf Patt nach einer Begründung: „Wir werden es uns in Zukunft zweimal überlegen, ob wir wieder mitmachen.“

Zeitreise bei Knipex: Technik von gestern, heute und morgen

Ähnliches bei der Firma Knipex: Kamen sonst 300 Besucher und mehr an die Oberkamper Straße, so wurden bis zum Mittag diesmal nur 200 Gäste an der Oberkamper Straße gezählt. Unter der Überschrift „Unternehmensgeist trifft Technik“ konnten die Interessierten hier auf eine Zeitreise gehen: Ein Hit für die kleinen Besucher war die Event-Schmiede Solingen. Vor der „Alten Schmiede“ der Firma Knipex hatten Kai Schwarz und sein Team eine mobile Esse aufgebaut und demonstrierten, wie einst Nägel geschmiedet wurden – Mitmachen von den jungen Knipex-Gästen ausdrücklich erwünscht.

Im Knipex-Forum konnte man sich dann in die Zukunft katapultieren, denn auch „Jugend forscht“-Bundessieger Tobias Gerbracht war zu Gast. Bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel den angehenden Abiturienten des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums (CFG) Ende des Monats in Berlin kennen lernen wird, konnten die Knipex-Besucher sich aus erster Hand seinen „Augmented-Reality-Projektor“  erklären lassen. Mit dem Projektor, den Tobias Gerbracht mit Unterstützung von Knipex und weiterer Sponsoren selbst konstruierte, lassen sich dreidimensionale Objekte virtuell im Raum schwebend darstellen. Mit seiner zukunftsweisenden Konstruktion schaffte Tobias Gerbracht NRWs einzigen „Jugend forscht“-Bundessieg.

Gleich neben dem Forscher-Ass konnte man hautnah erleben, was Technik heute zu bieten hat: 3D-Brille aufgesetzt und schon ging’s  auf einen virtuellen Rundgang durch die Knipex-Produktion oder auch die Lehrwerkstatt des Zangen-Weltmeisters. Die Besucher hatten sichtlich und mitunter auch unüberhörbar ihren Spaß an der High-Tech-Betriebserkundung. Auf die Reise in die Vergangenheit der Werkzeugherstellung im Bergischen konnten die Besucher indes nur ganz real gehen: In diversen Führungen gewährte Knipex auch diesmal Einblicke in sein firmeneigenes Werkzeugmuseum und einmal mehr zeigten sich die Teilnehmer von der beeindruckenden Sammlung ebenso überrascht wie begeistert – Technik von heute, morgen und gestern war also eine runde Sache bei Knipex.

Sportcars Sabato: „Werkstatt-Musik“ einmal anders

Ein außergewöhnliches Event hatte sich Sportcars Sabato einfallen lassen: Im Rahmen von „Wuppertal 24 Stunden live“ gab es an der Neuenhofer Straße 56 „Werkstatt-Musik“. Inhaber Leonzino Sabato hatte Diplom-Sängerin Monika Brockmann vom Gesangsstudio „Vocalist Partner“ mit 15 Gesangsschülern zu Gast: Frauen sangen Männersongs und umgekehrt – ein besonderes Gesangs-Erlebnis.
So gab es von Musical-Melodien über Udo Jürgens und Gloria Gaynor bis hin zur Chart-Hits zwei Stunden lang ein ebenso kurioses wie spannendes Musik-Abenteuer. Das fanden auch die vielen Zuhörer, die an diesem heißen Tag ebenfalls mit Büfett und Getränken verwöhnt wurden.

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