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19.10.2016, 12.40 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Siedlerverband: Wilhelmring gewinnt den Goldenen Spaten 2016

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Es gab nur Gewinner: Gartenfachberaterin Barbara Kramer (li.) und OB Andreas Mucke (3.v.l.) mit allen vier Preisträgern, darunter Lutz Kosanke (3.v.r.) vom Wilhelmring. – Foto: Matthias Müller

Anfang Juni 2016 gab es am Wilhelmring den Auftakt zu vier Garten-Begehungen. Hintergrund war der mittlerweile 61. Wettbewerb um den Goldenen Spaten – der Hahnerberger Siedler-Vorkämpfer Dr. Erich Lawatsch hatte den Wettstreit um die schönste Siedlung im Tal bereits 1955 ins Leben gerufen.

In diesem Jahr lautete das Thema „Staudenbeete und Rabatten“. Nachdem die Jury unter der Schirmherrschaft des Verbandes Wohneigentum verschiedenste Gärten in vier Siedlungen unter die Lupe genommen hatte, wurde pünktlich zum Erntedankfest im Neusiedlerheim Wilhelmring zur traditionellen Verleihung des Wanderpreises geschritten. Oberbürgermeister Andreas Mucke, selbst Mitglied im Verband, bedankte sich für den Einsatz der Siedler und lobte das Miteinander in den verschiedenen Vereinen: „Das stärkt den Gemeinsinn“, unterstrich Mucke.

Zum Erntedankfest war auch Pfarrer Winfried Breidenbach von der Katholischen Gemeinde Hl. Ewalde eingeladen. Er sprach über das Gleichnis vom reichen Bauern, stellte aber auch die Frage: „Wie gehen wir mit der Natur um?“ Barbara Kramer, die Gartenfachberaterin des Kreisverbandes, zog derweil eine Bilanz der Jury: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage“, skizzierte Kramer die große Gartenvielfalt, welche man zu begutachten hatte.

Am stärksten beeindruckte dabei diesmal die Siedlung Wilhelmring: Vorsitzender Lutz Kosanke nahm den mit 500 Euro dotierten Siegerpreis sowie den Goldenen Spaten entgegen. Platz 2 belegte die Siedlung „Stiller Winkel“, Dritter wurde die Siedlung „In den Birken“, während die Siedler vom „Osterholz“ Vierte wurden. Die Verleihung des vergoldeten Spaten an die Siedlung Wilhelmring war dabei so etwas wie die Heimkehr des Wanderpokals.

Begründer Dr. Erich Lawatsch, der von 1964 bis 1980 Vorsitzender des Siedlerbundes Rheinland war, stammte schließlich vom Wilhelmring. „Der Wettbewerb dient dazu, den Zusammenhalt in den Siedlungen zu stärken, lebendige Nachbarschaften zu fördern, die Siedlungen im Stadt- und Landschaftsbild zu erhalten und die Umwelt zu schützen“, erläuterte Tochter Barbara Lawatsch, die sich unter den Ehrengästen befand.

Die alljährliche Erntespende mit Obst, Gemüse sowie einem Geldbetrag über 500 Euro erhielt übrigens diesmal der Waldkindergarten Forestastraße, der seit drei Jahren Kinder mit der Natur vertraut macht. Die Elterninitiative bekam „obendrauf“ auch noch den 50-Euro-Preis der Siedler vom Osterholz gespendet. Im vergangenen Jahr war das Cronenberger Flüchtlingsbündnis noch mit der Spende bedacht worden. Das Thema des Siedler-Wettbewerbs 2017 steht derweil schon fest: Zum Motto „Regenwassernutzung im Haus und Garten“ werden die Siedler bestimmt auch kreative Umsetzungen zeigen.