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05.12.2016, 18.23 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Trotz aller Proteste: Die Stadt plant Bürgerzentrum in Barmen

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Alle Jahre wieder: Endlos-Schlangen Wartender vor dem Einwohnermeldeamt machen deutlich, dass die Stadt die Probleme nicht in den Griff bekommt. -Archiv-Foto: Marc Schulz

Trotz aller Proteste, darunter der Wuppertaler Bezirksbürgermeister, der Bezirksvertretung Cronenberg oder auch der AG „Die Cronenberger“ der vier Cronenberger Bürgervereine (die CW berichtete mehrfach): Die Stadt will „ihr Ding“ durchziehen. Allen Forderungen nach einer Revitalisierung der Bürgerbüros und der Dezentralisierung des Meldewesens zum Trotz hält man im Barmer Rathaus am Plan für ein neues Bürgeramt fest.

Darauf deutet zumindest eine Verwaltungsvorlage hin, die nun in die städtischen Gremien eingebracht wurde und über die am 19. Dezember 2016 der Rat entscheiden wird. Das „strategische Raum- und Gebäudekonzept“ bis 2030 sieht die Stärkung von Barmen als „Verwaltungsschwerpunkt“ vor. An der Rückseite des Barmer Rathauses soll demnach 2018 der sogenannte „Heubruchflügel“ abgerissen und hier bis 2021 ein „Bürgerzentrum“ mit Einwohnermeldeamt und Straßenverkehrsbehörde gebaut werden.

Sollte dies realisiert werden, wäre das ein Schlag ins Gesicht der Dörper Bürgervereine oder auch der Bezirksbürgermeister. Die gewählten Spitzen der Stadtteile hatten sich unisono ebenso einstimmig für die Stärkung der Bürgerbüros ausgesprochen wie die Bezirksvertretung (BV) Cronenberg – in der BV wurde sogar eine Klage gegen die Stadt angedroht, da die Stadt laut Gemeindeordnung dezentrale Anlaufstellen vorhalten müsse.