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09.12.2016, 14.20 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Verabschiedung: Gemeinde Küllenhahn sagte „anders“ Danke

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Verabschiedung auf Küllenhahn: Pfarrerin Dr. Sylvia Hartmann (mi.) mit Claudia Orth (li.) , Dr. Harriet Weiss (2.v.l.), Rita Peinelt und Thomas Orth (re.).

Besonders war dieser Gottesdienst auch, weil die evangelische Kirche den Beginn des Kirchenjahres 2017 feierte. Das war aber nicht die einzige Besonderheit auf Küllenhahn: Die evangelische Gemeinde hier verabschiedete vier Menschen, die sich über Jahre, ja sogar Jahrzehnte für sie engagiert hatten.

Und auch die Verabschiedung geriet besonders: In einem „Zwei-klang“ mit Kirchenmusiker Klaus Möbius würdigte Pfarrerin Hartmann das so ganz unterschiedliche, aber durchweg engagierte Tun der zu Verabschiedenden. So Rita Peinelt: Über drei Jahrzehnte hatte sie dafür gesorgt, dass im Gemeindehaus und im Jugendheim immer alles tip-top sauber war. Eine Tätigkeit, die vielfach zu wenig geschätzt werde, unterstrich die Pfarrerin, bevor Klaus Möbius den Ball musikalisch aufnahm und den Schlager „Das bisschen Haushalt…“ anspielte.

Für Dr. Harriet Weiss erklang das „Sankt-Martins-Lied“, schließlich, so würdigte Sylvia Hartmann, zählte zu den vielen Aufgaben der früheren Presbyterin auch die Mit-Organisation des Martinszuges. Den Beatles-Hit „Yesterday“ spielte Klaus Möbius an, als es um Claudia Orth ging: Sie hatte der Gemeinde nicht nur bei der Erstellung des Gemeindebriefes „über die Schwelle ins digitale Zeitalter“ geholfen, sondern auch die Internet-Präsenz gestaltet.

Überdies stimmte Klaus Möbius auch den Abba-Hit „Thank you for the music“ an – damit dankte die Gemeinde für die Konzert-Reihe „Musik auf dem Küllenhahn“, welche Claudia Orth ins Leben rief. Auch für Ehemann Thomas Orth erklang ein Abba-Klasssiker: „Money, money, money“, denn Orth hatte sich zunächst um die Finanzen gekümmert. Daneben leitete er den Gemeindechor „Kreuz und Quer“, führte die amerikanischen Versteigerungen auf den alljährlichen Basaren durch und, und, und  – für Thomas Orth hätte man ein Potpourri spielen können.

Stellvertretend erklang noch der Udo-Jürgens-Hit „Ich war noch niemals in New York“ – als musikalisches Dankeschön für Thomas Orths Engagement als Küllenhahner Presbyteriumsvorsitzender: Beruflich viel in der Welt unterwegs, hatte sich Orth auch aus New York per E-Mail um die Geschicke der Gemeinde bemüht. Mit stehendem Beifall dankte die Gemeinde allen Verabschiedeten für ihren Einsatz – da floss auch das eine oder andere Tränchen.