Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.01.2017, 13.39 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Dörper Fässchen“: Die nächste Kneipen-Institution macht zu

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„Fässchen“-Wirt Marco Kubik (mi.) mit einigen seiner Stammgäste, die sich nun ein neues Pätzchen für ein gemütliches Bier suchen müssen. -Foto: Odette Karbach

Wie die CW bereits Mitte 2016 berichtete, schließt die Gaststätte „Dörper Fässchen“ zum Anfang des neuen Jahres ihre Pforten. Mit viel Enthusiasmus betrieb Gastwirt Marco Kubik zehn Jahre lang die beliebte Gaststätte in der Cronenberger Ortsmitte. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließt Kubik nun für immer an der Haupstraße 65 ab.

„Mit Wehleid geht man, wenn man rückblickend an die tollen Zeiten mit fantastischen Partys, die treuen Stammtische sowie die herzlichen Gäste aus Cronenberg denkt“, blickt der Dörper Gastronom zurück. Auf der anderen Seite fällt Kubik der Abschied aber auch nicht so ganz schwer, wenn er sich die Entwicklung in der Gastronomie in den letzten Jahren vor Augen hält. Das Nichtraucher-Gesetz sowie die explodierenden Preise für Fußball-Übertragungen oder auch der Getränkeindustrie hätten es immer schwieriger gemacht, wirtschaftlich arbeiten zu können.

Dennoch will Marco Kubik keinen Tag der letzten rund 3.650 Tage missen, in denen das Fässchen jeweils sieben Tage die Woche für die Cronenberger geöffnet hatte. „Es war ein wunderbarer Lebensabschnitt, in dem ich tolle Menschen aus dem Dorpe kennen und schätzen gelernt habe“, erklärt der Fässchen-Wirt gegenüber der CW. „Mein ganz besonderer Dank für die Treue in den vergangenen zehn Jahren gilt den täglichen Stammgästen, dem Stammtisch um den „Rattenfänger von Hameln“ (Rainer B.), den „Black Kickers“, Germania Wuppertal lll und der Cronenberger Turngemeinde.“

Was die Zukunft bringt, weiß Marco Kubik noch nicht genau, auf jeden Fall nimmt er für sich den Evergreen von Trude Herr in Anspruch: „Niemals geht man so ganz…irgendwas von mir bleibt hier…“. Die kommenden Wochen will Kubik erst einmal dafür nutzen, um nach den turbulenten letzten Tagen ein wenig zur Ruhe zu kommen. Wer weiß, vielleicht gibt es an anderer Stelle einmal ein Wiedersehen mit Marco Kubik…