Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

06.03.2017, 17.02 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Jugend forscht: CFG-Forscher so erfolgreich wie die Kombinierer

Artikelfoto

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (2.v.l.) gratuliert den CFG-Schülern und MINT-Lehrer Michael Winkhaus (re.) zu ihren Erfolgen beim Regional-Wettbewerb von „Jugend forscht“ 2017. Links im Bild ist Tobias Gerbracht zu sehen, der im letzten Jahr Bundessieger wurde. Mit ihm im Bild sind Axel Könekamp, Janne Laverenz, Jonathan Hilberg sowie Immanuel Gehlmann, Saskia Krommes, Stefanie Zilgalvis (v.l.). -Foto: Dirk Gerbracht

Bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften im finnischen Lahti sorgten die Kombinierer aus Deutschland für Furore: Im Einzel-Wettbewerb belegten sie jüngst die ersten vier Plätze. Ähnlich sahnten nun die Jung-Forscher des Carl-Fuhlrott-Gymniasiums (CFG) beim Regionalwettbewerb Bergisches Land von „Jugend forscht“ ab: Mit zwei ersten und zwei zweiten Plätzen sowie einem Sonderpreis war das CFG am vergangenen Samstag, 4. März 2017, mit Abstand die erfolgreichste Schule.

Da alle preisgekrönten Projekte am Schülerlabor „Astronomie“ des CFG entstanden, erwiesen sich deren Leiter Bernd Koch und Michael Winkhaus einmal mehr als Talente-Schmiede. Michael Winkhaus wurde daher im Gründer- und Technologiezentrum Solingen nicht ohne Grund mit einem Sonderpreis für vorbildliche Talent-Förderung geehrt. Bestes Beispiel dafür ist Tobias Gerbracht: Erst im Mai 2016 holte Gerbracht einen Sieg beim Bundeswettbewerb von Jugend forscht (die CW berichtete). Nun ist der 19-Jährige CFG-Schüler erneut auf Erfolgskurs.

Mit seiner Entwicklung einer Mess-Station zur Bestimmung von Luftschadstoffen schaffte Tobias Gerbracht Platz 1 im Fachbereich Physik. Das bedeutete nicht nur die Fahrkarte zum NRW-Landeswettbewerb Anfang April in Leverkusen. Obendrauf erhielt Gerbracht auch noch den Sonderpreis für Umwelttechnik. Ein weiterer 1. Preis und damit die „Quali“ für den Landeswettbewerb ging an die CFG-Projektschüler Jonathan Hilberg und Immanuel Gehlmann. Im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften spektroskopierten die beiden Jungforscher den als „Katzenaugennebel“ bekannten Planetarischen Nebel im Sternbild Drache.

Mit Hilfe ihrer Analysen konnten sie dabei auch zeigen, dass sich der „Katzenaugennebel“ durch abgestoßene Teile der Stern-Atmosphäre eines inneren Zentralsterns gebildet hat. Auch die beiden zweiten Preise im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften gingen an CFG-Projekte: Zum einen wurden Stefanie Zilgalvis und Saskia Krommes für ihre Entfernungs-Bestimmung von Mond und Sonne zur Erde ausgezeichnet sowie mit einem Sonderpreis für den optisch besten Stand geehrt. Zudem schaffte Axel Könekamp einen 2. Preis.

Der Küllenhahner Projektschüler konnte bei dem in circa 1.500 Lichtjahre entfernten Stern-Entstehungsregion „Orionnebel M42“ nicht nur die Existenz von Wasserstoff, Helium und Stickstoff sowie von Sauerstoff nachweisen, sondern auch die sogenannte Elektronen-Temperatur bestimmen. Diese kann sonst nur mit sehr viel größeren Teleskopen als in der CFG-Schülersternwarte bestimmt werden. Den Preisregen machte Janne Laverenz komplett: Für seine erfolgreiche Bestimmung der Sonnenrotations-Dauer kehrte Laverenz mit einem Sonderpreis an den Jung-Stilling-Weg zurück.