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25.03.2017, 20.36 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Rollhockey-Pokal: Löwen draußen, RSC-Cats mit Sensation

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Damit hatte wohl kaum jemand gerechnet: Dass die Löwen des RSC Cronenberg ihr Pokal-Viertelfinale beim TuS Düsseldorf-Nord verlieren könnten, war selbst nach dem Sieg in der Bundesliga am letzten Wochenende (die CW berichtete) vollkommen im Bereich des Möglichen. Dass aber das Team Dörper Cats ausgerechnet beim Tabellenzweiten der Rollhockey-Bundesliga bestehen könnte und mit einem Sieg gegen den RSC Darmstadt ins Halbfinale des DRIV-Pokals einziehen würde, dazu gehörte vor dem Viertelfinale am heutigen Samstagabend, 25. März 2017, doch eine ziemlich gehörige Portion Fantasie.

Während die RSC-Löwen im parallelen Spiel beim TuS Düsseldorf nach torloser ersten Hälfte letztlich deutlich mit 1:6 die Pokal-Segel streichen mussten, bestätigten die RSC-Damen alle kühnsten Optimisten: Beinahe sensationell zog das Team von Cats-Trainer Michael Witt mit einem 5:3 (2:2) in Darmstadt ins Pokal-Halbfinale ein. Im hessischen Landesleistungszentrum lieferten die Cronenbergerinnen den favorisierten Gastgeberinnen einen engen Pokal-Fight.

Nachdem es zur Halbzeit überraschend 2:2 gestanden hatte, brachte auch der zweite Abschnitt keine Entscheidung: Das 3:3 nach regulärer Spielzeit bedeutete, dass das Viertelfinale in die Verlängerung gehen musste – allein das war schon ein Erfolg für die Cronenbergerinnen. In der Extrazeit konnte dann keines der beiden Teams einen Treffer drauflegen, sodass das Penaltyschießen entscheiden musste.

Hier behielten die Witt-Damen letztlich mit 5:3 die Oberhand und stellten damit einmal mehr unter Beweis, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Und das Pokal-Märchen könnte sogar weitergehen: Im Halbfinale bekommen es die Dörper Cats am 22. April 2017 nämlich mit dem RSC Gera zu tun. Auch wenn die Partie in Thüringen stattfindet, ist Gera eine machbare Aufgabe.

In der Bundesliga-Tabelle liegen die Ostdeutschen jedenfalls einen Platz hinter den Cronenbergerinnen auf Rang 7. Der Einzug ins Pokal-Finale ist also greifbar – und wäre auf jeden Fall keine so große Überraschung mehr wie der heutige Erfolg in Darmstadt…