03.04.2017, 16.59 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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„April, April“: „Rigi“-Turm wird keine Seilbahn-Stütze

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Stellten sich gerne in den Dienst des April-Scherzes der CW: Wir bedanken uns bei Cronenbergs Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé, Elberfelds Bezirksbürgermeister Jürgen Vitenius (li.) und Küllenhahns Bürgervereinschef Michael Ludwig fürs Mitmachen! Und wenn ein Seilbahn-Café mal kommen sollte, dann hat das Scherz-Trio eine Einladung zur Kaffeetafel bei uns gut – kein Scherz! -Foto: Meinhard Koke

„So lob‘ ich mir den Aufmacher am 31. März!“, beglückwünschte uns ein Leser per E-Mail: „Klasse – ich lach‘ mich schlapp!“ Gemeint war unser Bericht zum möglichen Umbau des Fernmeldeturmes Küllenhahn in eine Seilbahn-Stütze. Die Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros aus der Münchhausen-Stadt Bodenwerder dazu fand betreffender CW-Leser jedenfalls überzeugend: „Und bei der Bergischen Kaffeetafel bin ich auf jeden Fall Stammgast – versprochen.“

Allein wird er im Turm-Café nicht am Tisch sitzen: „Ich freu‘ mich schon auf die erste Kaffeetafel auf der vierten Ebene“, gratulierte ein weiterer CW-Leser zu dem seiner Meinung nach „rundum gelungenen Bericht“: „Einfach köstlich.“ Aber: Totz der Aussicht auf eine leckere Kaffeetafel bei toller Aussicht im Café des zur Seilbahn-Stütze umfunktionierten „Rigi Kulm“-Turmes – ebenso wie die Seilbahn-Idee nicht nur Freunde hat, stieß auch unser April-Scherz natürlich nicht nur auf Zustimmung.

Seilbahn-Stütze hin, „Rigi“-Café her – „ich guck‘ über Münster weiter…“

Besonders auf der Facebook-Seite der CW meldeten sich die Kritiker zu Wort. Panorama-Ausssicht hin, Bergische Kaffeetafel her, an der Fundamental-Ablehnung einer FB-Nutzerin vermochte die „Rigi“-Variante nichts zu ändern: „Wuppertal und Umgebung hat so viel zu bieten, die Seilbahn brauchen wir nicht“, gab sie zu Protokoll: „Baut ein neues Tierheim von der enorm hohen Hundesteuer, die in Wuppertal bezahlt werden muss.“ „Genau!“, bestätigte eine andere FB-Kommentatorin: „Tierheime braucht Wuppertal! Und nicht so ‘nen Schrott wie die Seilbahn.“ Ein Tierheim im ehemaligen Fernmeldeturm? Schade um den Fernblick, aber eine schöne Aussicht für herrenlose Tiere in Wuppertal…

„Ich hatte gehofft, dass dieser Schwachsinn mit ’ner Seilbahn über die Südstadt vom Tisch gewesen wäre“, meldete sich ein weiterer Facebook-Freund der CW geradezu empört zu Wort: „Nu ziehen die das nächste Kaninchen aus’m Hut.“ Keiner wolle die Seilbahn, keiner brauche sie, Ähnliches gelte für den „Rigi Kulm“-Turm, wenn der im Zuge der DVB-Umstellung nun tatsächlich überflüssig sei: „Weg damit! Das Ding ist sowieso potthässlich und seit Jahren nicht gepflegt worden.“

Seilbahn-Gegner: „Achterbahn als der wahre Leuchtturm…“

Grundsatz-Kritik am CW-April-Scherz – so wir betreffenden Beitrag richtig deuten – äußerte dieser Kommentator: „Ändert sich das Datum nicht jeden Tag?“, fragte er am Morgen des 2. April und stellte fest: „Schon heute ist ein anderes als gestern und auch in ein paar Monaten ist es ein anderes.“ Da muss man dem Mann beipflichten… Ein Facebook-Nutzer jubilierte derweil, dass er noch bis März 2018 über Münster das alte DVB-T empfangen könne. Schön für ihn, dafür bekommt Münster aber keine Seilbahn mit Turm-Café – ätsch!

Ach übrigens: Auch die Seilbahn-Gegner trieben mit Schabernack zum 1. April: „Mit einer Achterbahn in nur einer Minute zur Universität“, lautete der aprileske Alternativ-Vorschlag des Vereins „Seilbahnfreies Wuppertal“. Das sei günstiger, schneller und habe auch weniger Auswirkungen auf Anwohner: „Wenn Wuppertal ein Leuchtturmprojekt braucht, dann ein richtiges“, scherzten die Seilbahn-Gegener: „Eine Achterbahn als ÖPNV-Ergänzung wäre in der Tat weltweit einmalig und hätte eine ganz andere Strahlkraft“, finden sie.

Wir meinen: Bergische Kaffeetafel in der Achterbahn hört sich nach ziemlicher Sauerei an – daher sagen wir ausdrücklich „Nein“ dazu. Und abgesehen davon: Wo bliebe denn dabei der „Rigi-Turm“…?

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