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04.05.2017, 13.35 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ultra-Fahrrad-Tour: Bis Ostern waren 1.400 Kilometer geschafft

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Nur fürs CW-Foto trat Reinhold Spielberger schon vor dem heimischen Eigenheim in Berghausen in die Pedale. Dabei gaben die Ehefrau Susanne (re.), eine Nachbarin und Kinderhospiz-Fundraiserin Kerstin Wülfing „Anschubhilfe“. -Foto: Meinhard Koke

Die Haare kurz rasiert und den Bart auf Drei-Tage-Länge gestutzt – wenn Reinhold Spielberger zurückkehrt, dann wird „die Matte“ wieder lang sein: Stolze 9.000 Kilometer lang ist die Rad-Reise, zu welcher der Berghauser bereits am 1. April 2017 aufbrach. Kein April-Scherz: Wie die CW berichtete, will Reinhold Spielberger bis August Südeuropa „durchradeln“.

Nachdem er auf zwei Rädern bereits Polen und das Baltikum sowie bei seiner letztjährigen Tour Skandinavien bereiste (wir berichteten ebenfalls), möchte der Ultra-Fahrradfahrer mit der Südeuropa-Tour seinen Traum komplett machen: einmal (so gut wie) den Kontinent zu umradeln. Während der Laie staunt, zumal Reinhold Spielberger immerhin schon 67 Jahre alt ist, zeigte sich Nachbarsjunge David (7) bei der Abfahrt im heimischen Realschulweg wenig beeindruckt: „Sag‘ mal, warum hast du zwei Flaschen an deinem Fahrrad?“, wollte der Siebenjährige wissen – dass bei tausenden Tour-Kilometern der Trend zur Zweitflasche geht, konnte sich der „kleene Dörper“ offensichtlich nicht so recht vorstellen…

Reinhold Spielberger bei seinem zweitägigen Zwischenstopp in Nord-Spanien. -Foto: privat.

Reinhold Spielberger bei seinem zweitägigen Zwischenstopp in Nord-Spanien. -Foto: privat.

Zunächst ließ sich der „Globe-Biker“ allerdings von Ehefrau Susanne bis Aachen fahren – im Pkw, wohlgemerkt –, um vom dortigen Dom aus in die Pedale zu treten. Nach rund 1.400 Kilometern und einer Reifenpanne erreichte Spielberger dann am Ostermontag Irun im Baskenland – „genau nach meinem Zeitplan“, wie er in seinem Reise-Blog berichtet. Hier traf sich Spielberger mit einem ehemaligen Geschäftskollegen, bevor er nach zwei Tagen Pause wieder aufs Rad stieg.

Die bislang längste Etappe ging übrigens von Olloy sur Viroin nach Guignicourt über 129 Kilometer: In 7:53 Stunden Fahrtzeit bewältigte Reinhold Spielberger dabei 1.387 Höhenmeter und verbrauchte 3.814 Kalorien – „da braucht es keine Diät mehr“, schreibt der Dörper. Was es bis dahin aber noch brauchte, war der Nordkap-geprüfte Schlafsack: Tagsüber gingen die Temperaturen zwar bis zu 24 Grad rauf, auf einem Campingplatz in den Ardennen gab’s aber sogar noch Bodenfrost – das Spielberger-Reisewetter war offensichtlich ähnlich kontrastreich wie hierzulande…

Spenden fürs Kinderhospiz & Tour-Blog

Auch auf seinem weiteren Weg durch Portugal, Spanien, Italien, Kroatien und Slowenien bis in die österreichische Hauptstadt Wien wird Reinhold Spielberger mit seinem Tour-Blog immer wieder aktuell berichten. Ebenso kann man ihn auch weiterhin zugunsten des Hospizes sponsern: 1 Cent pro Kilometer ist fällig, insgesamt 90 Euro kommen also für den guten Zweck zusammen, wenn Spielberger die 9.000 Kilometer schafft.

Sponsoren können sich per E-Mail an hospizspende@spielis-reisen.de melden. Unter spielis-reisen.de ist der Blog von der Südeuropa-Tour abrufbar. Spenden für das Kinderhospiz Burgholz sind stets auf das Konto DE42 3305 0000 0000 9799 97 willkommen und werden bis Mitte Mai sogar noch verdoppelt.