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15.05.2017, 19.27 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Abgesetzt: Seilbahn-Ratsentscheid nun erst am 10. Juli?

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Wird diese Animation Wirklichkeit? Die Ratsfraktionen von CDU und SPD sehen weiterhin einiges an Beratungsbedarf… -Animation: Seilbahnfreies Wuppertal e.V.

Am heutigen Montag, 15. Mai 2017, sollte sich eigentlich der Rat der Stadt Wuppertal mit dem Seilbahn-Projekt vom Hauptbahnhof über die Universität bis zum Schulzentrum auf Küllenhahn beschäftigten. Im Barmer Rathaus sollte dann diskutiert werden, ob man weiter in die Planungen des „Leuchtturm-Projektes“ einsteigt und weitere Prüfungen der Idee in Auftrag gibt.

Doch aus dem Grundsatzbeschluss wurde (vorerst) nichts: „Abgesetzt. Vorberatungen nicht abgeschlossen“, heißt es kurz und knapp im Online-Ratsinformationssytem der Stadt zum Tagesordnungspunkt „Projekt Seilbahn“. Den Anstoß dazu hatten CDU und SPD nach Klausurberatungen ihrer jeweiligen Ratsfraktionen bereits Anfang letzter Woche gegeben. Erst am 10. Juli soll der Rat nun eine Entscheidung treffen. Ursprünglich hatte der Rat bereits am 20. Februar 2017 darüber abstimmen sollen, ob die weitere Prüfung der Seilbahn-Idee fortgesetzt oder abgebrochen werden soll.

„Angesichts der Investitionssumme von 82,4 Millionen Euro, den Auswirkungen auf die unmittelbaren Anrainerinnen und Anrainer sowie den Veränderungen im Netz der Buslinien, um einige maßgebliche Punkte zu nennen, ziehen wir eingehende und abschließende Beratungen einer schnellen Entscheidung vor“, begründete SPD-Fraktionschef Klaus Jürgen Reese das Votum nach der Beratung seiner Fraktion.

Bei dieser waren auch Ulrich Jaeger von den WSW mobil und Prof. Marc Gennat vom Verein „Seilbahnfreies Wuppertal“ gehört worden. In der Diskussion sei dann für die SPD-Fraktion deutlich geworden, dass noch nicht alle Fragen beantwortet werden konnten. Auch die CDU-Fraktion kam in einer kleinen Klausur zu dem Ergebnis, dass am heutigen 15. Mai noch kein Beschluss gefasst werden könne.

Besonders die Einschränkungen im Busverkehr „müssen kompensiert werden“, erklärte Cronenbergs Stadtverordneter Thomas Hahnel-Müller, der zugleich Mit-Initiator der Initiative „Pro Seilbahn“ ist, gegenüber der CW. Man tendiere daher eher zu einer schrittweisen Prüfung des gesamten Seilbahn-Projektes.