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02.06.2017, 15.52 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Spielplatzfest: Kinder spielten, Eltern gaben Liebeserklärungen ab

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Alexandra und Christian Metzen (2.v.li.) mit Michael Ludwig und Maja Luhn (2.v.r.) vom Bürgerverein sowie Katrin Riethmüller (re.), die eine der vielen „Liebeserklärungen“ abgab. -Foto: Meinhard Koke

Im vergangenen Jahr musste das Spielplatzfest des Bürgervereins Küllenhahn wegen einer Unwetter-Warnung verschoben werden. Am 21. Mai 2017 erlebte das Fest für den Nachwuchs im Dörper Norden wieder einen Sturm, aber einen Ansturm an Besuchern. So voll wie wohl noch nie zeigte sich an diesem Mai-Sonntag der Spielplatz an der Ecke Rhönstraße/Odenwaldweg – Kinderboom auf dem Küllenhahn?

Ob beim Dosenwerfen, Tischkegeln oder Jonglieren mit der Küllenhahner Gemeindejugend, ob auf dem Slagline-Seil, beim Ringe-Werfen oder auf dem Multifunktionsfeld, das Michael Weigerding vom Sportbund Mettmann wieder mit allerlei Ball-Spielzeug ausgestattet hatte, und natürlich nicht zuletzt auch auf den Schaukeln, im Sandkasten oder dem großen Klettergerüst – bei bestem Spielplatz-Wetter herrschte Jubel, Trubel, Heiterkeit auf dem Spiel-Areal. Aber auch die Eltern hatten ihren Spaß an dem Familienfest.

Wenn sie nicht mit ihren Kinder spielten, saßen oder standen sie gemütlich zusammen, aßen Würstchen, Kuchen und natürlich gesundes Obst und Gemüse, tranken Kaffee & Co. und klönten miteinander. Oder sie stellten sich vor die Kamera, denn auch Christian Metzen war mit seinem Team zum Spielplatzfest gekommen: Das Küllenhahner Fest war die zweite Station, an welcher der Chef der Bergische Innovations GmbH, „O-Töne“ für „Wuppertal 1001 Stimme“ aufnahm. Mit dem Image-Projekt für Wuppertal, das weltweit einmalig sein soll, sind alle Wuppertaler eingeladen, vor der Video-Kamera zu erzählen, warum und was sie an der Stadt mögen.

Weltweit einmalig: „Wuppertal aus 1001 Liebeserklärung…“

Die „Liebeserklärungen“ fügen sich zu einem Puzzle zusammen, das deutlich machen soll, was Wuppertaler längst wissen: Dass die vielfach geschmähte Schwebebahn-Stadt eine lebens- und liebenswerte Metropole ist. „Diese weltweit einzigartige Aktion soll das Image unserer Stadt als Lebensraum, Wirtschaftsstandort und touristisches Ziel in die Welt tragen“, erläutert Initiator Metzen das Ziel. Und die Küllenhahner sind offenbar begeisterte Wuppertaler: Alexandra und Christian Metzen mussten nicht lange bitten, 40 Besucher des Spielplatzfestes stellten sich für Liebeserklärungen vor die Kamera.

Wuppertal ist „cool“, befand zum Beispiel Colin (9) – weil man hier toll rauf und runter Fahrrad fahren könne. Während Maja Luhn auf Küllenhahn geboren wurde und sie von Wuppertal auch nichts wegzieht („Wir haben sogar zwei Zentren“), zeigte sich Anja Weigerding verliebt in „die wunderschöne Natur auf dem Küllenhahn“. In Elberfeld sei das zwar nicht ganz so, „aber da wird ja mittlerweile einiges getan“, findet sie. Die Liebe zu ihrem Mann war es, die Katrin Riethmüller von Bremen nach Wuppertal führte: Zunächst, so erzählte sie, wurde sie nicht so recht warm mit Wuppertal und habe Heimweh gehabt.

Nach Anlaufschwierigkeiten: „Heute ist Wuppertal meine Heimat…“

Mit der Zeit und je mehr sie sich auf die Stadt einließ, habe sie aber – zusätzlich zu ihrem Mann – auch dessen Heimatstadt Wuppertal lieben gelernt: „Wenn ich jetzt nach Bremen reise, dann fahre ich in eine andere Stadt – Wuppertal ist meine Heimat“, so Katrin Riethmüller. Mit Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé gab eine weitere „Zugereiste“ eine Liebeserklärung ab: In 33 Jahren habe sie Wuppertal kennen und lieben gelernt, sagte die erste Cronenbergerin ins Mikrofon, besonders das bürgerschaftliche Engagement sei beeindruckend – „ohne all das wären wir hier nichts“, so Ulla Abé.

Bei so viel Wuppertal-Liebe zeigte sich Christian Metzen beeindruckt: „Super“ sei der „Stimmenfang“ auf dem Spielplatzfest gewesen, die Küllenhahner, attestierte Metzen, seien total offen gewesen. Metzen gab eine Art Liebeserklärung an die Bürgervereine ab: Er werde nun weitere Vereine ansprechen, sagte er nach der Positiv-Premiere – das macht Sinn: Bürger, die sich für ihr Quartier, den Orts- oder Stadtteil einsetzen, dürften ihn schließlich lieben… Mehr unter wuppertal.1001stimme.de.