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19.06.2017, 15.31 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Klares „Ja“ von der Uni: Seilbahn bringt „enorme Vorteile“

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In Koblenz führt eine Seilbahn vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein. Werden in Wuppertal Gondeln vom Hauptbahnhof über die Uni bis nach Küllenhahn und vielleicht sogar dann weiter bis in die Cronenberger Ortsmitte schweben? – Foto: Marcus Müller

„Die Bergische Universität verspricht sich von einer Seilbahn für Wuppertal enorme Vorteile“, heißt es in einer Mitteilung der Uni. Auf Einladung der Universität hatte sich die Hochschulleitung zuvor am heutigen Montag, 19. Juni 2017, mit den Fraktionsspitzen von CDU und SPD im Rat sowie Vorstandsmitgliedern der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) zu einem Gespräch getroffen. Das einzige Thema: das geplante Seilbahn-Projekt.

Nachdem stets auch darüber spekuliert worden war, welchen Nutzen die Seilbahn für die Universität haben würde, positioniert sich die Hochschulleitung nun klar pro Seilbahn. Da die Uni mittlerweile 22.000 Studierende und über 3.000 Beschäftigte habe, sei auch die Zahl derjenigen massiv gestiegen, die per Linenbus zum Campus Grifflenberg und wieder zurück in die Stadt pendelten. Weil die Busse insbesondere zu den Stoßzeiten völlig überfüllt seien, würde eine Seilbahn „in exzellenter Weise Abhilfe schaffen“.

Wie die Hochschulleitung weiter mitteilt, sei den Vertretern von WSW und GroKo zudem erläutert worden, dass über den Standort der Seilbahn-Station an der Uni und den notwendigen Fußwegen dort hin falsche Angaben kursierten. Richtig sei vielmehr: Mit der Seilbahn würden sich die Wege-Zeiten zur Uni und zurück massiv verkürzen – einschließlich der Fußwege. Weiterer Vorteil aus Sicht der Hochschulleitung: Eine Seilbahn würde das Image Wuppertals als innovativer, moderner Universitätsstadt massiv heben. Zudem habe auch die Option Charme, per Park and Ride-Lösung auf Küllenhahn mit der Seilbahn zum Einkaufen ins Zentrum zu schweben. Zumal die City durch die Reduzierung vom Individualverkehr sauberer werde.

Im Anschluss an das Gespräch zeigten sich alle Beteiligten einig, dass die enormen Seilbahn-Vorteile viel mehr als bislang betont werden sollten. „So wie wir heute auf die Schwebebahn stolz sind, werden künftige Generationen auf die Seilbahn stolz sein“, sagte Uni.-Sprecher Dr. Johannes Bunsch: „Wenn sich in der Technikgeschichte immer die Bedenkenträger durchgesetzt hätten, wäre auch Wuppertal um viele Attraktivitäten und Annehmlichkeiten ärmer.“