Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.07.2017, 19.45 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Friederike Engl: Die „gute Knipex-Seele“ herzlich verabschiedet

Artikelfoto

„Knipex-Engel“ Friederike Engl (2.v.re. vo.) mit der Inhaber-Familie Putsch sowie den zahlreichen Arbeitskollegen, die zu ihrem Abschied ins Knipex-Forum kamen. -Foto: Meinhard Koke

Am Dienstagmittag, 27. Juni 2017, ruhte in einigen Abteilungen der Firma Knipex die Arbeit. Grund für den „Ausstand“ war kein Streik, sondern eine Demonstration – und zwar eine der Sympathie und Anerkennung: Nach über 25-jähriger Tätigkeit in der Assistenz der Geschäftsleitung beziehungsweise der Organisation von Veranstaltungen im Hause Knipex wurde Friederike Engl in den Ruhestand verabschiedet.

Demonstration der Sympathie war dabei nicht nur, dass zahlreiche Mitarbeiter zu der Feier ins Knipex-Forum kamen. Mit Knipex-Chef Ralf Putsch und Ehefrau Sabine, Tochter Anne und sogar Ilse Putsch, Witwe von Seniorchef Karl Putsch, war auch die Inhaber-Familie des Zangen-Weltmeisters fast komplett vertreten. Das sprach auch für Ralf Putsch Bände: Friederike Engls Tätigkeit habe Riesen-Engagement und Riesen-Fleiß ausgemacht, der Knipex-Chef würdigte „die gute Knipex-Seele“ als einen echten Teamplayer und einen herzlichen Menschen mit Sinn für Gerechtigkeit: „Man kann es gar nicht genug würdigen – Sie haben Ihre Arbeit mit ganzem Herzen gemacht.“

Knipex-Chef Ralf Putsch: „Herz der Firma“ und „soziales Gesicht“

Ralf Putsch stellte Friederike Engls Einsatz bei der Organisation der neun Benefizkonzerte „Cronenberg hilft!“ heraus. Nicht zuletzt auch aus der Freude am Helfen habe sie sich hier voll eingebracht und so wesentlich zum Erfolg der Benefiz-Reihe beigetragen, bei der insgesamt über 200.000 Euro für verschiedenste gute Zwecke zusammenkamen – „mit diesem Erfolg werden Sie immer verbunden bleiben“. Zum „Herz der Firma“ und „sozialen Gesicht“ von Knipex sei Engl auch als Verantwortliche für den Knipex-Themenbereich „Spenden und Sponsoring“ geworden – „Sie haben ein großes Herz“, dankte Ralf Putsch im Namen der Firma und der Familie Putsch „für alles, was Sie geleistet haben.“

Dass die Verabschiedungsworte keine Floskeln waren, sondern hier eine „Herzens-Knipexlerin“ gewürdigt wurde, verrieten auch die Worte von Friederike Engl: Sie sei zuvor in einem Konzern tätig gewesen, nach ihrem Wechsel an die Oberkamper Straße habe sie kennengelernt, dass es „etwas ganz Besonderes“ sei, in einem Familienunternehmen tätig zu sein. Ob mit Senior Karl Putsch, ob mit Ralf Putsch oder ob in einer Bürogemeinschaft mit Ilse Putsch – es habe ihr immer viel Spaß gemacht, die Zusammenarbeit mit der Inhaberfamilie sei stets sehr schön gewesen: „Danke für 25 ganz tolle Jahre“, sagte Friederike Engl, die Tränchen in ihren Augen verrieten, dass ihre Worte von Herzen kamen.

Knipex-Betriebsrat Lutz Hesse: „Wir wissen, wie ein Engel aussieht“

Aber Friederike Engl war nicht nur die gute Seele der Chefetage, sondern der gesamten Firma Knipex. Das bewies Lutz Hesse: Der Knipex-Betriebsratsvorsitzende bezeichnete die ausscheidende Kollegin als „guten Geist“ und „herzensgute Kollegin“. Dass ihr ein „e“ zum Engel fehlt, machte bei Friederike Engl nichts: „Seit wir dich kennengelernt haben, wissen wir, wie ein Engel aussieht“, schloss Lutz Hesse seinen Abschiedsbeitrag. Als musikalischen Gruß schickte Hesse noch das  Lied „Hallo Engel“ von Stefan Waggershausen durch die Lautsprecher. „Und lass’ dich wieder mal seh’n“, heißt es darin – für Friederike Engl stehen die Türen bei Knipex immer offen – „auch ohne Anmeldung“, betonte Ralf Putsch…