Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

07.07.2017, 10.45 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Am Ehrenmal: „The best aus Hopfen & Malz“ auf der „Kiste“

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Ein eigenes Bier – welches Fest kann das wohl sonst von sich behaupten? Axel Dreyer (re.) und Udo Schmidtke haben extra zur 24. Cronenberger Werkzeugkiste wieder ein leckeres Craft-Bier gebraut – im Biergarten von „Partyservice Schmidtke“ am Ehrenmal wird man damit anstoßen können. -Foto: Meinhard Koke

Die Cronenberger Werkzeugkiste, das ist nicht nur Werkzeug, das sind nicht nur Musik und Mitmach-Aktionen, das ist auch viel Kulinarisches – ein Bummel entlang der Kisten-Meile macht schließlich durstig und hungrig. Und auch für die Kehlen wird bei der 24. Auflage einiges geboten. Sekt am Stand der Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU), Weizenbier beim Feuerwehr-Förderverein, Kaffee zum Kuchen beim Neuenhauser Turnverein oder bei der Deutschen Bank und, und, und – ob heiß oder erfrischend kühl, ob mit oder ohne Prozente, morgen wird jeder Durst gestillt!

Und garantiert auch der gehobene Bier-Geschmack: Wie bereits zur letzten Kiste vor zwei Jahren (die CW berichtete) hat der Cronenberger „Privat-Brauer“ Axel Dreyer in Zusammenarbeit mit Udo Schmidtke (Partyservice Schmidtke) zum morgigen 8. Juli wieder ein exklusives Cronenberg-Bier nach eigener Rezeptur gebraut. Insgesamt 21 neue Bier-Rezepte hat der Brauer aus Passion zuvor in den vergangenen zwei Jahren ausprobiert. Er hat verschiedene Hopfensorten getestet, dort eine Nuance verändert und da etwas anders gemacht – immer und immer wieder hat Dreyer mit Hilfe seiner pc-gesteuerten Brauanlage in der heimischen Rathausstraße an seiner Rezeptur gefeilt, um sein Cronenberg-Bier noch einen Tick besser zu machen. Das ist gelungen: Das wird „The best of Hopfen & Malz“, versprechen Axel Dreyer und Udo Schmidtke zu ihrem Cronenberg-Craft-Bier „No. 4“ –  „das ist das Top-Bier!“

Entstanden in der Museumsbrauerei Mäckinger

Neben der ausgefeilten Rezeptur garantiert dafür allein schon die Brauerei, wo Axel Dreyer und Udo Schmidtke die rund 1.000 Liter Cronenberg-Bier in Ansatz gebracht haben: Die Mäckinger Brau-Manufaktur bezeichnet sich selbstbewusst als die westfälische Craft-Bier Brauerei. Überzogen dürfte das kaum sein: Nach dem deutschen Reinheitsgebot brauen, das müssen alle, Mäckinger allerdings ist der Brau-Tradition engstens verpflichtet, schließlich ist die Brau-Manufaktur lebendiger Teil des Freilichtmuseums Hagen. Die beiden Eigentümer sind alte Hasen in der Brau-Branche und wollen die Bier-Kultur pflegen und ausbauen – und ihre Brau-Manufaktur bietet dazu die allerbesten Voraussetzungen: Das Brauerei-Gebäude wurde 1800 auf dem Gut Harkort in Haspe erbaut, 1974 Stein für Stein abgebaut und dann im Freilichtmuseum neu aufgebaut.

„Das ist ein richtig frisches Sommerbier geworden…“

Gepaart mit einer in den 1990er Jahren eingebauten modernen Brauanlage bietet Mäckinger alles, was es für ein traditionelles Handarbeits-Bier nach deutschem Reinheitsgebot braucht – „das ist von der Lokalität her super“, schwärmen die beiden Cronenberg-Bier-Macher geradezu. Sie waren die Ersten, die hier selbst ein obergäriges Bier nach eigenem Rezept gebraut haben: Acht Stunden dauerte allein der Brauvorgang für die rund eintausend Liter, insgesamt waren Axel Dreyer und Udo Schmidtke zwölf Stunden mit der Zubereitung der „Kisten-Kaltschale“ beschäftigt – „wir haben die Museumsbrauerei abgeschlossen“, berichtet das Dörper Brauer-Tandem. Der Einsatz hat sich gelohnt: Nachdem sie am Montag die rund 850 Liter „Cronenberg No. 4“ auf 30-Liter-Fässer abfüllten und natürlich ihr Cronenberg-Bier probierten, zeigten sich die Dörper Braumeister begeistert: „Es ist sehr harmonisch geworden“ und noch ein bisschen besser als vor zwei Jahren, bescheinigen Axel Dreyer und Udo Schmidtke ihrer Bier-Kreation 2017: „Das ist ein richtig frisches Sommerbier mit einer dezenten Hopfennote.“

Mit Spanferkel & Co.: Uriger Biergarten am „Kisten“-Ehrenmal

Beflügelt von ihrem Craft-Bier haben sie entsprechend sogar das Cronenberg-Wappen neugestaltet: Statt dem Sensenblatt hält der Bergische Löwe nun das Zunftsymbol der Brauer und Mälzer in den Pranken – Ehre, wem Ehre gebürt… Ein solches Edel-Bier will natürlich auch im passenden Ambiente genossen werden: Am Ehrenmal richtet der Partyservice Schmidtke einen zünftigen Biergarten ein – bei urigen Schmankerln wie Wurstsalat und Salzbrot, Grillspezialitäten oder auch knusprigem Spanferkel können Liebhaber einer gepflegten Gerstenkaltschale mit dem Cronenberg-Bier gemütlich wie in einem bayerischen Braustüberl anstoßen.

Zumal der Biergarten rund 100 Sitzplätze bieten und das Premium-Bier schlappe zwei Euro pro 0,3-Becher kosten wird, aber natürlich auch, weil Axel Dreyer und Udo Schmidtke viel Arbeit und Liebe in ihr Handwerksbier gesteckt haben, ist es geradezu ein Muss, in dem Schmidtke-Biergarten am Ehrenmal eine Werkzeugksiten-Pause einzulegen – schließlich wandert der Reinerlös natürlich auch in die Kisten-Kasse für den guten Zweck!

Bis das letzte Fass leer ist“, versprechen Axel Dreyer und Udo Schmidtke, halten sie die Stellung – mal schauen, ob die Kisten-Besucher die 850 Liter knacken…