13.07.2017, 16.58 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Schillers „Räuber“ etwas anders: TiC-JugendClub beeindruckte

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TiC-Schauspieler von morgen? Die Darsteller des TiC-JugendClub-Stückes 2017. -Foto: Mathias Müller

Der JugendClub des TiC-Theaters brachte diesmal Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ auf die Bühne. Unter der Leitung der TiC-Theaterpädagoginnen Katrin Bonke und Sabine Henke studierten zwölf Jugendliche die Adaption des berühmten Klassikers ein.

Seit 2008 arbeitet das Team Bonke/Henke zusammen und hat inzwischen 15 Stücke auf die Bühne gebracht. Die aktuelle Produktion ist eine moderne Vorlage von Schillers „Räuber“ und heißt: „Räuber. Schiller für uns“, geschrieben von Marlene Skala. Die Besonderheit: Zehn der zwölf Rollen werden von weiblichen Darstellern ausgeführt – Marlene Skala hat das historische Drama gründlich „entstaubt“.

Es ist wie selbstverständlich mit Laptop und normaler Kleidung ein Stück von heute. Franziska und Charlotte sind die Töchter des selbstgefälligen Schriftstellers Maximilian Moor. Während Charlotte ein wildes Leben mit jungen Frauen, welche gescheiterte Existenzen sind, in der Großstadt führt, ist ihre Schwester Haushälterin, Sekretärin und Vertraute des Vaters. Dazu ist sie in den ehemaligen Freund ihrer Schwester verliebt. Die Gruppe um Charlotte wird nach und nach durch Geldgier, Gewalt und idea-listisches Heldentum zerstört. Der Sog in eine ausweglose Situation entsteht.

Eine Mischung aus unterschiedlichen Charakteren macht das Stück bunt und kurzweilig. Auch die Musik haben die jungen „Räuberinnen“ selber ausgesucht. Der Cyndi-Lauper-Hit „Girls just want to have fun“ zieht sich durch das Stück und passt perfekt. Rund die Hälfte der Darstellerinnen stand das erste Mal auf der Bühne. Fast ein Jahr lang hat das Team an dem Klassik-Drama in moderner Fassung gefeilt und eine überzeugende Leistung auf die Bühne gebracht. Der verdiente, frenetische Applaus wollte dann am Schluss auch gar nicht mehr enden.

„Wir sind sehr stolz auf die Leis-tung unserer Darsteller“, freuten sich Katrin Bonke und Sabine Henke – vielleicht war ja auch manches Talent dabei, dass nun auch in anderen Stücken des TiC ein Rolle spielen wird.

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