Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

17.07.2017, 17.57 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„PilatesPur“: Großes Herz für die Merkulowitschi-Kinder

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„PilatesPur“-Inhaberin Petra Meynen-Koerth (hi. li.) und Mitorganisatorin Renate Buchholz (hi. re.) mit den Gästen aus Weißrussland vor der Abfahrt des gesponserten Ausflugs. -Foto: Meinhard Koke

Wie die CW bereits berichtete, hat der Verein „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl“ auch in diesem Jahr Kinder aus dem weißrussischen Örtchen Merkulowitschi in Cronenberg zu Gast: Im NaturFreunde-Haus am Greuel erholen sich 16 Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren noch bis zum 25. Juli 2017 von den kärglichen Bedingungen in ihrer Heimat.

Die drei Wochen im Dorf bieten aber auch Abstand von der Strahlenbelastung, der auch die Merkulowitschi-Kinder 31 Jahre nach dem Atom-Gau von Tschernobyl noch immer ausgesetzt sind. Möglich machen den Cronenberg-Urlaub die unermüdliche Hannelore Geiss (96) und ihre Mitstreiterin Renate Buchholz (74): Zum Glück stehen die beiden engagierten Seniorinnen aber nicht ohne Unterstützung da: Nachdem der Cronenberger Heimat- und Bürgerverein (CHBV) einen Ausflug ins Wunderland in Kalkar finanzierte, half auch in diesem Jahr Petra Meynen-Koerth. Bereits im letzten Jahr zeigte die Inhaberin des Studios „PilatesPur“ an der Rathausstraße 28 ein Herz für die Merkulowitschi-Kinder.

Auch diesmal rührte die Cronenberger Gesundheitsexpertin wieder bei Kunden sowie Freunden und Bekannten die Werbetrommel, um den kleinen Gästen aus Weißrussland schöne Ferienwochen im Dorf zu ermöglichen. So konnte Petra Meynen-Koerth nicht nur Federball- und Boccia-Sets, Springseile, Bälle oder auch zwei Planschbecken und andere Sachen zum Spielen am NaturFreunde-Haus organisieren. Auf ihren privaten Aufruf hin ging auch gut erhaltene Kinderkleidung ein – „die Resonanz meiner Teilnehmer ist auch in diesem Jahr wieder groß“, freut sich die „PilatesPur“-Chefin.

Weiteres Ergebnis: Am 11. Juli konnten die Merkulowitschi-Kinder in einen Reisebus einsteigen: Früh am Morgen ging es dabei von der Berghauser Straße aus in die „Zoom-Erlebniswelt“ in Gelsenkirchen. Die Busfahrt, berichtet Petra Meynen-Koerth, wurde auf Initiative einer „PilatesPur“-Teilnehmerin durch den Lions-Club Wuppertal Corona finanziert, der Eintritt, etwas Taschengeld für Eis & Co. kamen durch einen Spenden-Sammlung unter den Kursteilnehmern zusammen – ein weiterer schöner Tag für die Merkulowitschi-Kinder wurde so durch die Gemeinschaftsaktion möglich.

Kontakt & Spenden

Hilfe wird auch weiterhin benötigt: Wer Hannelore Geiss und Renate Buchholz unterstützen möchte, sodass in der letzten Cronenberg-Woche weitere Lichtblicke finanziert werden können, kann auf das Konto des Vereins „Ärzte in sozialer Verantwortung für die Kinder von Tschernobyl” mit der IBAN DE97 3305 0000 0000 9151 81 bei der Stadtsparkasse Wuppertal spenden. Auch Sachspenden wie Bekleidung, Lebensmittel oder Spiele sind willkommen. Näheres ist bei Hannelore Geiss unter Telefon (01 78)   7 17 00 33 zu erfahren.