09.08.2017, 11.51 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Ortsmitte: Discounter Netto will in die erste Reihe

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Vielfach wird lamentiert, dass rund um die Einkaufsmeile Hauptstraße eher Rückschritt herrschte. Ein Vorhaben zeigt auf, dass zumindest nicht von Stillstand gesprochen werden kann: Am Entree zur Ortsmitte wird sich in den kommenden Jahren einiges verändern – der Marken-Discounter Netto will weg von der Herichhauser Straße, das berichteten wir bereits vor zwei Wochen in unserer Print-Ausgabe.

Zwar wollte sich Stefanie Adler von der Netto-Unternehmenskommunikation „aufgrund des frühen Planungsstatus“ gegenüber der CW noch nicht äußern. Wie unsere Zeitung erfuhr, steckt der Umzug an die Hauptstraße aber längst in der Umsetzung: Laut Stadt beziehungsweise Wuppertaler Wirtschaftsförderung hat eine Immobiliengesellschaft im Auftrag von Netto an der Kreuzung Ortsmitte bereits mehrere Grundstücke erworben.

Dabei soll es sich um den ehemaligen Firmensitz der Gebrüder Schmidt Federnspezialfabrik GmbH an der Ecke Amboßstraße / Hauptstraße handeln. In der Vergangenheit veranstaltete die damalige Werbegemeinschaft „WiC“ hier unter anderem ihre Herbstmärkte. Ebenso bereits in trockenen Tüchern soll der Ankauf des Areals eines benachbarten Dörper Baustoffzentrums sein.

Verhandlungen sind „in der finalen Phase“

Wie Karl-Werner Gass, Chef der Firma DiGaSS, gegenüber der CW bestätigte, sind zudem die Verhandlungen über den Verkauf des DiGASS-Tankstellen-Geländes an der Ecke Amboßstraße / Holzschneiderstraße in der finalen Phase. Der entsprechende Vertrag sei bereit zur notariellen Beurkundung – „wir werden verkaufen, aber wir haben keine Eile“, so Karl-Werner Gass auf CW-Nachfrage.

Zu den genauen Dimensionen des künftigen Netto-Standortes zwischen Haupt- / Amboß- und Holzschneiderstraße war weder bei der Stadt noch bei der Wirtschaftsförderung Konkretes zu erfahren. Laut Bauplanerin Mirjam Kerkhoff von der Stadt wird der künftige Netto-Standort jedoch wohl kaum nur über die Hauptstraße angefahren werden können. Dabei sei mit zu vielen Störungen im Bereich der Kreuzung Ortsmitte zu rechnen. Daher, so Mirjam Kerkhoff weiter, sei eine Zu- beziehungsweise Abfahrt auch über die Holzschneiderstraße angedacht. Näheres dazu müsse jedoch ein Verkehrsgutachten klären.

Offen ist – ebenso wie die Zukunft des aktuellen Netto-Standortes an der Herichhauser Straße – auch die Zeitachse des Vorhabens. Bereits 2018 dürfte der Umzug allerdings kaum realisierbar sein.

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