Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

22.08.2017, 13.07 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Staunen am Beckenrand: Tierischer Besuch im Freibad Neuenhof

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Der Sommer kehrt zurück, so verheißen die Wetterfrösche für die verbleibenden August-Tage – das Freibad Neuenhof darf sich auf den letzten Sommer-Metern auf viele Badegäste freuen. Auch wenn das heute Vormittag, 22. August 2017, (noch) nicht der Fall war, wurde es „tierisch“ eng in dem Dörper Freibad: Ein Besucher machte sich „breit“, sodass ein Teil des Nichtschwimmerbereiches nicht genutzt werden konnte .

Die kleinen, aber auch die großen Badegäste nahmen die Einschränkung gelassen hin, schließlich handelte es sich bei dem Neuenhof-Besucher um einen exotischen Freibad-Gast: einen Kormoran. Der schwarze Fischräuber, 2010 Vogel des Jahres in Deutschland, habe erschöpft gewirkt, hieß es aus dem Neuenhof – also ließ man den wendigen Kampftaucher, als der der Vogel auch gerne bezeichnet wird, erst einmal in Ruhe.

Die Neuenhofer sperrten den Bereich am Beckenrand ab und baten die staunenden Besucher, den tierischen Freibad-Besucher nicht zu stören und auf Abstand zu bleiben. Vom Beckenrand neben der großen Rutsche aus betrachtete der Vogel heute Vormittag gelassen, wie die Gäste ihre Bahnen zogen. Auch zu einer Wasserpartie ließ sich der Kormoran hinreißen, lange hielt es den Vogel jedoch nicht in seinem üblichen Jagd-Element – lag es an den fehlenden Fischen oder den 27 Grad warmen Wassertemperaturen…?

Oder hatte das nur kurze Eintauchen in die Neuenhof-Fluten vielleicht einen ganz anderen Grund? Genau zwischen den Markierungen „Schwimmer – Nichtschwimmer“ ging der Kormoran jedenfalls wieder „an Land“, um von hier aus das Bad-Treiben zu beobachten – „ich habe jetzt eine Unterstützung am Beckenrand“, so die Badaufsicht des SV Neuenhof (SVN) schmunzelnd zur CW.

Lange konnte sie sich aber nicht über den gefiederten Kollegen freuen: Das Ordnungsamt alarmierte zwischenzeitlich einen Experten, der den Kormoran einfangen wird. Falls das Tier unversehrt sein sollte, wird es ausgesetzt – an einem natürlichen Gewässer mit weniger Badenixen, aber mehr Fischen. Das Freibad-Neuenhof hat also wieder Kapazitäten frei für den sommerlichen Ansturm…