Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

04.10.2017, 10.43 Uhr   |   Matthias Müller   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Knipex: Ein „Global Player“ in Top-Zangen und Nachhaltigkeit

Artikelfoto

Nachhaltigkeits-Expertin Barbara Meimeth (gr. Foto li.) informierte über die Umwelt-Aktionen. -Foto: Matthias Müller

Auch in diesem Jahr nahm das Cronenberger Unternehmen Knipex wieder am Stadt-Event „Wuppertaler 24h live“ teil. Im Knipex-Forum lud  der Zangen-Weltmarktführer dabei via 3-D-Brille zum virtuellen Rundgang durch die Produktionshallen ein. Zudem stellte das Unternehmen ein neues Ausbildungsprojekt vor. Bei „KnipexFans“ kümmern sich junge Knipexler um „ihre Firma in der Firma“ mit eigenen Produkten und eigener Vermarktung. Auch konnten das hauseigene Werkzeugmuseum sowie die Ausbildungswerkstatt von Knipex besucht werden. „Wir haben den Anspruch, auch im Ausbildungsbereich Weltklasse zu werden“, erklärte Ausbildungsleiter Technik Thorsten Herkert den Besuchern.

„Top“ ist bereits seit 2014 das Engagement zum Umwelt- und Klimaschutz des Cronenberger Unternehmens. Bis 2020 will man die eingesetzte Energie pro hergestelltem Werkzeug um 20 Prozent senken. Aber Knipex geht am Standort noch weiter: Auf acht Hektar wurden Lebensräume für Tiere geschaffen. Auszubildender Jan Seinsch erklärte den Besuchern am Aktionstag die biologische Vielfalt am Knipex-Stammsitz: Acht Bienenvölker sorgen inzwischen für „Knibbes“-Honig, zudem finden hier Fledermäuse, Enten und viele andere Tiere mitten in Cronenberg in der naturbelassenen  Hälfte des Firmengeländes eine geschützte Heimat. Auch die Kinder der Mitarbeiter werden schon für die Umwelt sensibilisiert.

Zwei junge „Knipexler“ des Knipex-Schulprojekts im afrikanischen Uganda. -Foto: Knipex

Zwei junge „Knipexler“ des Knipex-Schulprojekts im afrikanischen Uganda. -Foto: Knipex

Der weltweit agierende Werkzeug-Produzent fühlt sich aber auch international verantwortlich. Barbara Meimeth, Knipex-Verantwortliche für soziale Nachhaltigkeit, erläuterte den Besuchern zum Beispiel das Firmen-Engagement in Afrika. Im Ort Kitamba in Uganda hat Knipex zusammen mit der Remscheider Organisation „Our children and our future e.V.“ (OCAO) eine Mittelschule gebaut, um die Lücke zwischen Grundschule und Universität zu schließen. „In Deutschland ist Bildung sicher, aber wir wollen ebenfalls in Afrika Armut durch Bildung bekämpfen um Handlungsfähigkeit sicherzustellen“, erklärte Barbara Meimeth: „Es ist ein Projekt Hilfe zur Selbsthilfe.“

In der ägyptischen Wüste derweil engagiert sich Knipex-Chef Ralf Putsch mit seinem Unternehmen für Baumpflanzungen zur Landrückgewinnung. In Zusammenarbeit mit der ägyptischen Initiative Sekem hat Knipex bis Ende letzten Jahres 25.700 Jungbäume auf der Wüstenfarm Al Wahat setzen lassen – rund 40 Hektar Wüstenfläche sollen so wieder grünen.