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12.10.2017, 16.14 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

FDP „top“, AfD „flopp“: Überraschungen bei CFG-Schüler-Wahl

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Etwas anders als bei der „richtigen“ Bundestagswahl: So sah das Zweitstimmen-Ergebnis der Schüler-Bundestagswahl am Carl-Fuhlrott-Gymnasium aus. Grafik: CFG

Lust aufs Wählen machte offensichtlich die Schüler-Wahl, die im Mai anlässlich der Landtagswahl am Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) durchgeführt wurde (die CW berichtete). Zur Bundestagswahl kam daher in den Politik- und Sozialwissenschaftskursen die Frage auf: „Dürfen wir wieder wählen?“

Durften sie: Die rund 500 CFG-Schüler der Politik- und Sozialwissenschaftskurse machten bereits vor dem Wahl-Sonntag am 24. September 2017 ihre je zwei Kreuzchen. An die Urne mussten die Schüler der Jahrgänge 8 bis Q2 dabei nicht – am CFG wurde erstmals nicht analog, sondern via Smartphone, Tablet oder PC abgestimmt. Das Ergebnis ließ aufhorchen: Die AfD spielte bei den Küllenhahner Gymnasiasten keine Rolle und scheiterte klar an der 5-Prozent-Hürde.

Die Wählergunst fokussierte sich vielmehr auf CDU, FDP, Grüne und SPD. Bei den Erststimmen siegte – wie „im wahren Leben“ – SPD-Kandidat Helge Lindh. Allerdings – anders als bei der „richtigen Wahl“ – nicht knapp vor seinem CDU-Mitbewerber Rainer Spiecker, der nur auf 16,93% kam. Platz 2 belegte vielmehr Manfred Todtenhause (FDP), der über die Landesliste in den Bundestag einzog, mit satten 29,10%. Platz 4 ging an Sylvia Meyer (Grüne) mit 11,64%.

Dass die CFG-Schüler-Wähler durchaus taktisch abstimmten, zeigt der Blick aufs Zweitstimmen-Ergebnis: Hier gingen Grüne und FDP gleichauf mit jeweils 24,87% durchs Ziel, Platz 3 fuhr die CDU mit 22,75% ein, während die SPD auf 16,40% kam. Beim Wähler-Nachwuchs haben die sogenannten etablierten Parteien offensichtlich eine Zukunft…