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30.10.2017, 11.20 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Edwin Markert: BHC-Urgestein feierte seinen „80sten“

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Ursula Abé, Anni und Edwin Markert, Jochen Plate und Hans-Peter Abé. – Foto: Meinhard Koke

Mit Edwin Markert feierte am 25. Oktober 2017 eines der Urgesteine des Bürgervereins Hahnerberg-Cronenfeld (BHC) runden Geburtstag: BHC-Chef Jochen Plate sowie die Vorstandsmitglieder Ursula und Hans-Peter Abé schauten im Görresweg vorbei, um dem Hahnerberger zum 80sten Wiegenfest zu gratulieren. Fast seit 50 Jahren gehört Edwin Markert dem Bürgerverein an, der im Jahre 1963 wiedergegründet wurde.

„Edwin Markert ist sozusagen unser lebendiges Lexikon“

„Do könns jo och get för denn Büorgerverein donn“, erinnert sich Edwin Markert, hatte ihn der damalige Vorsitzende Wilhelm Wortmann ermuntert – und das tat er dann: Bis zu seinem Ausscheiden im vergangenen Jahr engagierte sich Markert über Jahrzehnte zunächst im erweiterten Vorstand und später als Schriftführer des Vereins.

Im Ruhestand ist der Hahnerberger, der mit Frau Anni in seinem Geburtshaus im Görresweg zu Hause ist, nun aber nicht: Noch immer geht Edwin Markert alljährlich in seinem „Beritt“ von Haus zu Haus, um persönlich die Mitgliedsbeiträge zu kassieren – „das klappt bestens“, attestiert Finanzchef Hans-Peter Abé. „Edwin Markert ist sozusagen unser lebendiges Lexikon“, ergänzt BHC-Vorsitzender Jochen Plate: Man brauche ihn nur zu fragen, er wisse fast alles über die Geschichte des Hahnerberg – „wir sind ja alles Zugereiste“.

Jede Menge „Vertällscher“ in Dörper Mundart parat

Nicht zuletzt fragte aber auch Edwin Markert etwas, und zwar ob Jochen Plate den Vereinsvorsitz übernehmen würde – „damit hat er seinen Teil dazu beigetragen, den Verein zu erhalten“, unterstreicht Ursula Abé, „Edwin Markert ist so etwas wie unser Ehrenmitglied“. Aber der gelernte Sägenrichter ist nicht nur Hahnerberger mit Leib und Seele, sondern auch leidenschaftlicher Cronenberger.

Das beweist nicht zuletzt die Plattkaller-Kolumne „Vertäll merr i’enen“ in der CW, für die er seit dem Anbeginn vor 18 Jahren regelmäßig „Vertällscher“ verfasst. Das beweisen auch seine Auftritte bei den alljährlichen Plattkaller-Abenden der Dörper Mundart-Gruppe „De Obrams“. So zählte Edwin Markert auch kürzlich wieder im Café Born zu den Rednern, das Thema seines Vortrages im Dörper Dialekt sprach Bände: „Cronenberg, nur du…“, lautete die Überschrift der Liebeserklärung an seine Heimat.