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15.11.2017, 14.07 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

„Kultur-Kontor“: Star-Aufgebot bei der „Blues-Session“

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Brenda Boykin bei ihrem umjubelten Auftritt im „Kultur-Kontor“, der „Cronenberg-Premiere“ der us-amerikanischen Sängerin, die seit 2004 in Wuppertal zu Hause ist. -Foto: HW Grese

Zum Hexenkessel des Blues wurde der kleine Saal des „Kultur-Kontors“ am 3. November 2017: Initiator Christoph „QB“ Kuberka hatte zur alljährlichen Spezial-Auflage in seiner „Acoustic Blues Session“-Reihe geladen, und seinem Ruf folgten nicht nur zahlreiche Gäste aus Nah und Fern. Auch Live-Musiker der Extraklasse der Jazz- und Bluesszene kamen an die Hauptstraße.

„Top-Act“ dabei war die us-amerikanische Sängerin Brenda Boykin, die seit 2004 in Wuppertal zu Hause ist: Nicht nur Christoph Kuberka konnte sich glücklich schätzen, dass die charismatische Sängerin in ihrem prallvollen Terminkalender einen freien Platz für die Session im Kontor fand. Auch das Publikum war begeistert: „Brenda in Cronenberg“, das war eine Premiere, erstmals erklang die unverwechselbare Boykin-Stimme im Dorf – Gratulation, Christoph Kuberka!

Aber auch die Band, die „Mr. QB“ speziell für diesen Abend zusammengestellt hatte, konnte sich sehen lassen: So war der angesagte Münsteraner Blues-Gitarrist Gregor Hilden inzwischen schon zum vierten Mal mit dabei. Ebenfalls aus Münster reiste der Keyboarder Sven Kirsten an, der mit seinem einfühlsamen Spiel die Session bereicherte. Am Bass arbeitete im wahrsten Sinne der Wuppertaler Bassist Lukasz Dworak, der jede gespielte Note hochkonzentriert mitsang. Um den akustischen Charakter der Session zu betonen, wählte Christoph Kuberka für die Rhythmusarbeit nicht ein herkömmliches Schlagzeug, sondern spielte auf unkonventionelle Art und Weise mit sogenannten „Jazzbesen“ auf der Cajon und stellte einmal mehr unter Beweis, dass weniger manchmal mehr ist…

Das vollkommen improvisierte Programm deckte eine große Bandbreite ab, sodass auch musikalisch garantiert keine Langeweile aufkam. Unverwechselbar (ent-)führte Brenda Boykin die Zuhörer sinnbildlich durch alle Höhen und Tiefen des Lebens – denn das ist der Blues. Spannende Geschichten, launige Kommentare, eine Stimmgewalt sondersgleichen, perfektes Entertainment – völlig verdient wurden „Brenda und ihre Gentlemen“ vom faszinierten Publikum mit Ovationen verabschiedet.

Im nächsten Jahr begeht die Cronenberger „Blues Session“-Reihe ihr fünfjähriges Jubiläum – man darf gespannt sein, wen „QB“ Kuberka dann an die Hauptstraße 88 in sein Kontor lotsen kann… Mehr Infos zum Programm in der Reihe „Kultur im Kontor“ gibt es online unter www.kultur-im-kontor.de.