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23.11.2017, 13.47 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Laterne, Laterne: Sankt Martin ritt von Sudberg bis zur Kaisereiche

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Am 11./12. November 2017 war es wieder so weit: Durch die Dörper Straßen auf und nieder zogen die Laternen wieder. Ob am Mastweg, am Wilhelmring, in Sudberg oder auch am Küllenhahn und in der Ortsmitte, Hunderte Dörper Kinder nahmen an den großen Martinszügen in Cronenberg teil. Der Cronenberger Heimat und Bürgerverein (CHBV) lud zum Ehrenmal ein, das nicht nur durch bengalisches Licht, sondern auch durch viele, viele bunte Laternen erleuchtet wurde.

Mit Blechbläsern der Exbrassionisten, unterstützt von der Niederländisch-Reformierten Gemeinde, und natürlich St. Martin hoch zu Ross zog der CHBV-Umzug durch Herichhausen und wieder zurück – Fackelträger der Jugendfeuerwehr rundeten den stimmungsvollen Martinszug ab. Für die Kleinen gab es anschließend im Märchenzelt Geschichten mit Katja Hausmann, während das DRK und die freiwillige Feuerwehr für Bratwürste, Glühwein und Kinderpunsch und natürlich die obligatorischen Weckmänner sorgten.

Am Sonntag wurde dann der Sudberg mit bunten Laternen und Blasmusik erfüllt, als die evangelische Kirchengemeinde zum alljährlichen Martinszug lud. Nachdem im Kindergottesdienst in der Nikodemuskirche mit viel Gesang an den teilenden Retter in der Not erinnert wurde, zogen viele Laternenträger durch den Ortsteil. „Rote, grüne, gelbe, blaue, lieber Martin, komm und schaue“, so schallte es durch die Teschensudberger Straße, und siehe da, hoch zu Ross ritt er voran.

Ob des großen Andrangs begleiteten sogar zwei Blaskapellen den Umzug, nach der Rückkehr konnten sich die kleinen und großen Laternengänger mit Glühwein und Punsch, Würstchen und Reibekuchen aufwärmen beziehungsweise stärken. Wem für die Vorweihnachtszeit noch etwas Dekoration fehlte, für den boten Gemeindemitglieder Selbstgemachtes an – ein geselliger Vorgeschmack also auf die nahende Adventszeit.

Ebenfalls am Sonntag luden die Kita „Zwergenburg“ und das Kinderhospiz Burgholz erstmals gemeinsam zum Martinsfest ein. Vor dem Kinderhospiz versammelte Zwergenburg-Leiterin Anke Lücker zunächst alle kleinen Teilnehmer mit ihren bunten Laternen, um dann – begleitet vom Feuerwehr-Jugendorchester Radevormwald – gemeinsam Martinslieder zu singen. Anschließend führte Sankt Martin auf seinem Pferd die Laternengänger zur Kaisereiche.

Wieder zurück ging es in den Wald zu einer Feuerstelle, wo die historische „Mantelteilung“ aufgeführt und dann ein leckerer Stuten geteilt wurde. „Es ist das schönste Fest des Jahres, denn Teilen ist einfach schön“, freute sich Anke Lücker und bedankte sich bei allen, die zum Gelingen des stimmungsvollen Martinsabends beigetragen hatten.