Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

19.12.2017, 13.37 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Grundschule Hütterbusch: Kurrende-Singen bescherte „Auszeit“

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Von den Knipex-Mitarbeiterinnen Carolin Sieg und Nadine Lache gab es übrigens nicht nur einen süßen Dank für alle Grundschüler. Knipex-Mitarbeiter drückten Schulleiterin Natalie Kusch (2.v.r.) auch eine Box in die Hand, in der sie spontan für die Grundschüler „zusammengeworfen“ hatten – da war Natalie Kusch „platt“… -Foto: Meinhard Koke

Wenn Sie heute Vormittag, 19. Dezember 2017, etwas länger auf die Linie 633 warten mussten, dann waren für die Verspätung weder Schnee noch Baustellen verantwortlich, singende Grundschüler brachten den 633er-Fahrplan vielmehr aus dem Takt. Nachdem die Klassen 1 und 4 der Grundschule Hütterbusch bereits in der vergangenen Woche zum diesjährigen Kurrende-Singen durchs Dorf gezogen waren, kamen am heutigen Dienstag die Klassen 2 und 3 an die Reihe.

Und bei ihrem vorweihnachtlichen Ständchen vor dem Knipex-Stammsitz sorgten die Dörper Kinder dafür, dass zeitweise nichts mehr ging auf der Oberkamper Straße. Die Linie 633 kam ebenso nicht mehr durch wie eine ganze Reihe von Lkw. Die Fahrer nahmen die Verzögerung scheinbar gelassen in Kauf, nur ein einziges Hupen ertönte – es schien fast so, als wenn auch die Steuermänner ihren Spaß an dem Gesang der Hütterbuscher Kinder hatten.

Auf jeden Fall galt das für Knipex: Per interner Rund-Mail war der Besuch der Kurrende-Singer zuvor angekündigt worden, pünktlich zu dem Straßen-Ständchen strömten zahlreiche Mitarbeiter der Produktion auf die Straße und auch die Fenster der Knipex-Büros öffneten sich – dass für den Hütterbusch-Abstecher an einigen Schreibtischen und Werkbänken des Zangen-Weltmeisters die Arbeit ruhte, war jedoch für Ralf Putsch kein Problem: Freudig verfolgte auch der Knipex-Chef an einem Fenster in der ersten Etage der Knipex-Verwaltung das „Platzkonzert“.

Dabei kam unter der Leitung von Anke Beckmann von der Bergischen Musikschule, die das Projekt „Singpause“ an der Dörper Grundschule betreut, unter anderem auch der Weihnachts-Hit „In der Weihnachtsbäckerei“ zu Gehör – der anschließende Applaus der Knipexler verriet, dass die kurze Auszeit eine Weihnachtsfreude am Arbeitsplatz beschert hatte. Im Anschluss zog der Hütterbusch-Chor übrigens weiter zur Firma Stahlwille – das Kurrende-Singen hier dürfte wegen des großen Vorplatzes an der Wille-Zentrale aber ebenso nicht für einen Stau auf der Lindenallee gesorgt haben, wie das Ständchen vor der katholischen Kirche Hl. Ewalde zum Auftakt der heutigen Kurrende-Tour.

In der vergangenen Woche waren übrigens das Städtische Altenheim Cronenberg, das Zentrum Emmaus sowie die Stadtteilbibliothek beziehungsweise das TiC-Theater Stationen der Hütterbuscher Kurrende-Kinder.