Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

03.01.2018, 09.52 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sturmtief: L74 kurzzeitig gesperrt, Zoo zu, Vorsicht in den Wäldern

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Update (13 Uhr):
Wie die Stadt bekannt gibt, bleibt der Grüne Zoo Wuppertal vorsichtshalber den gesamten heutigen Mittwoch geschlossen. Da es nach wie vor zu heftigen Sturmböen kommen könne, bestehe weiterhin die Gefahr, dass Bäume umstürzen oder große Äste abbrechen könnten. Erneut bittet die Stadt auch zur Vorsicht im Wald – möglichst sollte man aktuell auf Wald-Spaziergänge verzichten.

Die Feuerwehr hat derweil Bilanz gezogen: Insgesamt mussten die Wehren in der Stadt, darunter auch die Löschzuge Cronenberg und Hahnerberg, zu insgesamt 32 Einsatzstellen ausrücken. In den allermeisten Fällen galt es dabei umgestürzte Bäume und lose Äste zu beseitigen, vereinzelt hatten sich auch Dachziegel gelöst. Der größte Einsatz war im Wuppertaler Osten: Im Bereich Wuppertalstraße/Porta Westfalica (Beyenburg) waren auf einer Strecke von 200 Metern rund 15 Bäume auf die Fahrbahn der L414 gestürzt, sodass die Landesstraße voll gesperrt werden musste. Personen kamen bei keinem der Einsätze zu Schaden.

Die Freiwillige Feuerwehr Cronenberg (FFC) musste zu drei Einsatzstellen ausrücken: An der Kuchhauser Straße war ein Baum auf die Fahrbahn gefallen, an der Rottsieper Straße waren zwei Tannen auf einen PKW gestürzt. Zudem musste an der Hauptstraße ein Keller abgepumpt werden, der durch die starken Regenfälle am Morgen unter Wasser gesetzt worden war.

Die Freiwillige Feuerwehr Hahnerberg hatte derweil sechs Sturm-Einsätze zu bewältigen. So galt es umgestürzte Bäume am Zoo, am Campus Freudenberg und am Nützenberg ebenso zu beseitigen wie einen Baum, der am Unterdahl in eine Stromleitung gefallen war. An der Blankstraße hatten die Sturmböen eine Werbetafel an einem Supermarkt gelöst und an der Fernwärme-Baustelle an der Küllenhahner Straße waren Baustellenzäune „vom Winde verweht“ worden.

Nach wie vor gilt für Wuppertal eine Amtliche Warnung vor Sturmböen des Deutschen Wetterdienstes (siehe Erstnachricht).

Erstnachricht:
Stumtief „Burglind“ (die CW berichtete) sorgt in ganz NRW für unter Wasser gesetzte Straßen, entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste sowie Verkehrsbehinderungen. Wuppertal scheint bislang glimpflich davon gekommen zu sein, größere Schäden sind offenbar (noch) nicht zu verzeichnen.

Die Berufsfeuerwehr und die freiwilligen Wehren der Stadt sind seit 5.45 Uhr in ganz Wuppertal im Einsatz: Laut einer ersten Meldung der Feuerwehr mussten bis 8 Uhr am heutigen Mittwochmorgen, 3. Januar 2018, 22 Sturmeinsätze gefahren werden. Die Wehren, darunter auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hahnerberg (FFH), mussten dabei überwiegenden kleinere umgestürzte Bäume und lose Äste beseitigen.

Hierzu musste auch die Landesstraße 74 in den frühen Morgenstunden im Abschnitt zwischen Kohlfurth und Sonnborn bis gegen etwa 10.30 Uhr kurzzeitig voll gesperrt werden. Personenschäden gab es bislang nach Feuerwehr-Angaben keine. Einige Einsätze dauern noch immer an. Nach wie vor gilt eine Amtliche Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Wuppertal: Bis Mitternacht muss laut DWD weiterhin mit Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 Stundenkilometer, zeitweise sogar mit schweren Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten bis 100 Stundenkilometer gerechnet werden.

Der Wuppertaler Zoo bleibt daher zunächst bis zum Mittag geschlossen. Ebenso wie hier die Gefahr besteht, dass Bäume umstürzen oder große Aste abbrechen können, rät die Stadt aktuell überall in den Wäldern zu besonderer Vorsicht.