12.01.2018, 12.44 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Gut für Wuppertal: Stadtsparkasse ist weiter auf Erfolgskurs

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Positiv ins neue Jahr: Axel Jütz, Gunther Wölfges und Patrick Hahne (v.l.), der Vorstand der Wuppertaler Stadtsparkasse. -Foto: Meinhard Koke

„Erfolgreich und engagiert“, so die Überschrift der Bilanzpressekonferenz, mit der die Stadtsparkasse Wuppertal traditionell am ersten Werktag des neuen Jahres ihr Vorjahresergebnis präsentierte. „Erfolgreich“ war das Geschäftsjahr 2017 nicht nur, weil Bilanzsumme und Jahresüberschuss gesteigert werden konnten. Auch vor fast allen weiteren Kennzahlen stehen Pluszeichen. „Engagiert“ war die Stadtsparkasse, weil sie im vergangenen Jahr über 1.100 Projekte gemeinnütziger Vereine unterstützte und zudem über das Portal „gut-fuer-wuppertal.de“ weitere 300 Projekte förderte.

Ein bewegtes Jahr sei zu Ende gegangen, sagte Vorstandsvorsitzender Gunther Wölfges eingangs seiner Präsentation. Trotz „Risikofaktoren“ Trump, Brexit oder Ukraine- und Nordkorea-Krise sowie der anhaltenden Niedrigzins-Phase, bei der Bilanz-Vorstellung standen die Zeichen auf „freundlich“: Die Entwicklung der Bilanzsumme bewertete Sparkassenchef Wölfges als moderat positiv.

Gunther Wölfges: „Das sind beeindruckende Zahlen“

In den vergangenen zwölf Monaten konnte die Sparkasse sowohl im Ausleihe-Geschäft wie bei den Einlagen zulegen. Als besonders positiv hob Gunther Wölfges ein 4,4-prozentiges Plus bei den privaten Einlagen sowie die Netto-Wertpapier-Ersparnis (Käufe minus Verkäufe) von 59 Millionen Euro hervor: „Das macht uns richtig froh“, kommentierte der Sparkassen-Vorstand die Steigerung beim Wertpapier-Sparen. Zwar sank das Volumen der Kreditneubewilligungen um rund 25 Prozent. Dennoch habe die Stadtsparkasse über 1.900 Immobilienkredite sowie über 600 Investitionskredite für Unternehmen bewilligt.

Mit 3.054 Milliarden Euro erreichte das Courtage-Volumen einen historischen Höchststand – „das sind beeindruckende Zahlen aus unserer Sicht“, so Sparkassen-Chef Wölfges. Weiteres Superlativ: Die Zahl der Girokonten wurde um 2.100 auf nunmehr 217.100 Konten gesteigert – die „Delle 2015“ sei wettgemacht: „Wir sind froh, dass sich unsere Modelle durchgesetzt haben“, freute sich Vorstand Jütz auch über 1.400 Neukunden des „GiroPremium“-Formats sowie über die Höchstpunktzahl beim „Focus Money“-Test 2017: „Wir bieten Leistungsmerkmale, die es nur sehr selten gibt“, so Jütz selbstbewusst.

Versprechen: „Wir werden alles gegen Negativ-Zinsen tun“

Nicht zuletzt wurde auch die Eigenkapitalquote auf 17,8 Prozent gesteigert – es gelinge, sich gegen die Niedrigzins-Auswirkungen zu wappnen, stellte Axel Jütz fest. Zumal spätestens 2022 die letzten Verträge aus der Hochzinsphase auslaufen, schaut die Stadtsparkasse zuversichtlich in die Zukunft. Positiv-Signal an die Kunden: Man werde alles tun, um sie vor Negativzinsen zu bewahren, versprach Sparkassenchef Gunther Wölfges: „Wir sehen nicht, dass eine Situation kommt, die uns dazu zwingen könnte.“ Weiteres Versprechen des Kreditinstituts: Anders als zum Beispiel in Solingen bleiben alle 35 Filialen im Stadtgebiet erhalten, versprach Uwe Jütz.

Wie Patrick Hahne weiter erläuterte, sollen die digitalen Services sowie das Online-Banking-Angebot ausgebaut werden. Hier verzeichnet die Stadtsparkasse seit 2015 ein Plus von 20 Prozent, allein im letzten Jahr stiegen die digitalen Kontakte um 12 Prozent auf 35,7 Millionen. Zwar sei die Sparkassen-App ohnehin Deutschlands meistgenutzte App, dennoch will das Kreditinstitut hier weiter zulegen. Ab Mitte Januar sollen Privat- und Kfz-Kredite über die App ebenso möglich sein wie zum Beispiel auch Foto-Überweisungen: „Es geht dynamisch weiter“, versprach das stellvertretende Vorstandsmitglied. Zur digitalen Sparkassen-Dynamik zählt, dass die Bank ab Frühjahr via WhatsApp kontaktierbar sein wird und auch auf Facebook, Instagram und Twitter aktiv werden will – unter blog.sparkasse-wuppertal.de bloggt sie bereits. Dabei versprach Patrick Hahne höchste Sicherheit über deutsche Server: „Wir machen das auf eine Weise, die dem Datenschutz vollauf gerecht wird.“

Ab 2018: Mit „Yes“ sicher und leicht online unterwegs

Das gilt natürlich auch für den elektronischen Safe, in dem die Kunden künftig ihre wichtigen Unterlagen digital deponieren können, sowie für „Yes“: Bei dem Identitäts- und Vertrauensdienst, den die Sparkassen im ersten Halbjahr 2018 an den Start bringen, können die Kunden ihre persönlichen Daten fürs Online-Shoppen hinterlegen. Über „Yes“ kann man sich dann ganz bequem mit einem Klick überall registrieren. Weiter von vielen Vorteilen werden die Sparkassen-Kunden auch über die „TreueWelt“ profitieren können. Mittlerweile nutzen über 70.000 Kunden und damit jeder fünfte Wuppertaler die „TreueWelt“ und deren Vorteilsangebote bei Kultur, Freizeit und Einkauf, 108,90 Euro, so rechnete Patrick Hahne vor, konnte eine Familie damit durchschnittlich in 2017 sparen: „Wir bekommen echte Begeisterung von unseren Kunden“, freute sich Hahne über die positive Resonanz der „TreueWelt“.

„Dank an unsere Kunden“: Sechs Millionen Euro für Projekte

Gut ist die Sparkasse aber nicht nur für ihre Kunden, sondern auch für ganz Wuppertal: Rund fünf Millionen Euro wurden im letzten Jahr für 1.140 Projekte ausgeschüttet, über „Gut für Wuppertal“ flossen in den vergangenen zwei Jahren zusätzlich eine Million Euro Fördergelder – „das ist auch ein Dank an unsere Kunden“, unterstrich Sparkassenchef Wölfges, dass zwei von drei Privathaushalten und vier von fünf Unternehmen Sparkassen-Kunden sind: „Nur durch sie ist es uns möglich, Projekte zu fördern – dafür können wir nur Danke sagen.“ Mit diesem Dank verband Wölfges das Versprechen, dass die Sparkasse ihre Förderung in 2018 fortsetzen werde. Übrigens auch im Hinblick auf eine Ausschüttung an Stadt-Kämmerer Slawig – „Gut für Wuppertal“ ist also mehr als ein Slogan…

Stadtsparkasse 2017 in Zahlen

Laut Prognose konnte die Stadtsparkasse ihre Bilanzsumme von 7,117 Milliarden Euro (2016) auf 7,132 Milliarden Euro steigern. Der Jahresüberschuss verbesserte sich von 13,1 auf 13,2 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg von 16,2 auf 17,8 Prozent. Die Sparkasse verfügt über 35 Filialen, 9 SB-Standorte sowie 17 Geldautomaten-Standorte. Die Mitarbeiterzahl sank von 1.300 auf 1.260 Beschäftigte. Mehr Infos unter sparkasse-wuppertal.de

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