Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

15.01.2018, 13.10 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Zustell-Probleme: Die Post gelobt gegenüber OB Mucke Besserung

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Post-Probleme „andersrum“: GCU-Vorsitzende Antonella Lo Bue konnte im Dezember die Weihnachtspost ihrer Firma nicht in der Dörper Post-Filiale aufgeben. Da die Post die turnusmäßige Abholung der abgebenen Sendungen in der Vorweihnachtszeit in Cronenberg nicht erhöht hatte, waren hier schlicht keine Annahme-Kapazitäten mehr frei. -Foto: Meinhard Koke

Nachdem ihn mehrfach Beschwerden von Privatpersonen und Firmen über eine unzuverlässige Post-Zustellung erreicht hatten, wandte sich Oberbürgermeister Andreas Mucke Ende Dezember an die Deutsche Post AG und mahnte eine verlässliche Zustellung an. Der OB-Brief ist angekommen: Die Post hat geantwortet und verspricht Nachbesserungen.

Wie die Stadt mitteilt, habe die Post in ihrem Antwortschreiben Probleme bei der Zustellung in Wuppertal eingeräumt und dazu ihr Bedauern ausgedrückt. Neben Vohwinkel und Ronsdorf sei es besonders auch in Cronenberg zu „Zustellrückständen“ gekommen. Als Gründe dafür benennt sie einen „Blumenstrauß“: So habe die Neuorganisation der Zustellung, bei der die Verbundzustellung von Briefen und Paketen eingeführt wurde, angesichts des hohen Sendungsaufkommens vor Weihnachten Probleme bereitet. Weitere Gründe seien hoher Krankenstand und fehlende Routine neuer Mitarbeiter gewesen, erläutert die Post.

Vorweihnachtliche Post-Probleme „andersrum“

Nicht Probleme mit der Abholung, sondern vielmehr mit der Aufgabe der Weihnachtspost ihrer Firma Baaske Oberflächenveredlung GmbH hatte derweil Antonella Lo Bue: Die Dörper Unternehmerin und Vorsitzende der „Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen“ (GCU) „strandete“ im Dezember mit mehreren Kisten voller Weihnachtspost bei der einzigen Dörper Postfiliale im „Nelle-Haus“. Diese konnten hier aber nicht angenommen werden, da alle Kapazitäten erschöpft waren.

„Das betraf allerdings ausschließlich Geschäftskunden und ausschließlich Infopost“, betont Frauke Nelle: Weil vergünstigt, dürfe diese Post aber ohnehin bis zu 14 Tage mit der Zustellung dauern. „Sonst hatten wir so gut wie keine Probleme“, betont Frauke Nelle. Allerdings hätte die Abholung von Briefen und Paketen durch die Post in der Vorweihnachtszeit in ihrer Filiale durchaus von den üblichen zwei auf drei Touren täglich erhöht werden können: „Wir hoffen, dass sich das langfristig ändert“, zeigte sich Frauke Nelle gegenüber der CW zuversichtlich.

OB Mucke: Bei Post-Problemen die Bundesnetzagentur informieren

Nicht nur weil Weihnachten vorbei ist, grundsätzlich habe sich die Situation mittlerweile wieder beruhigt, teilt die Post AG in ihrem Brief an OB Mucke mit. Zudem verspricht sie durch weitere Neueinstellungen sowie eine neuerliche Umorganisation für eine weitere Verbesserung sorgen. Oberbürgermeister Mucke begrüßt die Post-Ankündigung. Gleichzeitig kündigte Mucke aber an, am Ball zu bleiben und die Entwicklung weiterhin kritisch zu begleiten.

Zugleich rät der OB allen Bürgern und Firmen, neuerliche Probleme bei der Zustellung bei der Bundesnetzagentur als zuständige Regulierungsbehörde zu melden. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen seien „darauf angewiesen, dass Post und Warensendungen pünktlich und verlässlich ankommen“, betont Mucke.