Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

18.01.2018, 12.05 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Sturmtief: Schäden bislang gering, Schulbusse sollen fahren

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Update (16.15 Uhr):
Die Sturmeinsätze in der Stadt summieren sich mittlerweile auf 300 – Einsatzschwerpunkte sind aktuell die Innenstadt, Vohwinkel, Langerfeld und Dönberg. Hier hin werden nun auch Einsatzkräfte der freiwilligen Wehren Hahnerberg und Cronenberg zur Unterstützung abbeordert. Während die Feuerwehr mit 300 Einsatzkräften und 50 Einsatzfahrzeugen im Einsatz ist, ist auch das Technische Hilfswerk (THW) mit 20 Kräften unterwegs.

Zwei Einsatzkräfte wurden verletzt, als ein Baum auf ihren Rettungswagen stürzte – der Patient darin blieb indes unverletzt. Der Rettungswagen wurde stark beschädigt und war nicht mehr einsatzbereit. Die Deutsche Bahn hat mitgeteilt, dass der Bahnverkehr in NRW heute nicht mehr aufgenommen wird – zahlreiche Strecken seien nicht befahrbar. Unter 0800 099 66 33 ist eine kostenlose Bahn-Servicenummer eingerichtet. Auch für den morgigen Freitag rechnet die Bahn mit anhaltenden Einschränkungen im Schienenverkehr.

Update (15 Uhr):
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Amtliche Unwetterwarnung für Wuppertal gerade eben wieder aufgehoben. Dennoch sind die Feuerwehren in der Stadt, darunter auch die freiwilligen Wehren vom Hahnerberg und aus Cronenberg, weiterhin im Dauereinsatz. Nach Angaben der Feuerwehr gingen seit 11 Uhr aus dem gesamten Stadtgebiet 256 Meldungen bei der Leitstelle ein.

Die Feuerwehr Wuppertal ist aktuell dabei, die Einsätze systematisch abzuarbeiten. Zur Koordinierung wurde auf der Hauptfeuer- und Rettungswache ein Führungsstab eingerichtet. Hier werden die eingegangenen Hilfemeldungen priorisiert und an die einzelnen Einsatzabschnitte im Stadtgebiet verteilt. Insgesamt wurden acht Einsatzabschnitte eingerichtet. Verletzte sind in der Stadt offenbar nicht zu beklagen.

Erstnachricht:
Während in ganz NRW zwischenzeitlich der Zugverkehr eingestellt wurde, hat Sturmtief „Friederike“ nun auch Wuppertal mit voller Wucht im Griff: Noch bis 17 Uhr muss am heutigen Donnerstg, 18. Januar 2018, mit Orkan-Böen mit einer Stärke von bis zu 130 Stundenkilometer gerechnet werden (die CW berichtete). Zwar waren auch im Dorf die ersten Martinshörner zu hören, größere Schäden hat es bislang aber offensichtlich nicht gegeben.

Vielfach in den Straßen allerdings wurden Plakate abgerissen, Blumenkübel oder Mülltonnen umgestürzt, an der Oberheidter Straße fällten die Orkan-Böen einen stattlichen Baum. Der stürzte auf die Terrasse eines Nachbarhauses, größere Schäden gab es nicht: „Der ist optimal gefallen“, so der betroffene Hausbewohner gelassen beim Blick auf seine Terrasse.

Das Schulministerium NRW hat den Schulen im Lande derweil freigestellt, ob sie aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben beziehungsweise den Unterrichtsbetrieb einstellen. Ebenso konnten die Eltern heute entscheiden, ob sie ihre Kinder vorsichtshalber zu Hause lassen, sie müssten dann aber die Schule informieren. Am Carl-Fuhlrott-Gymnasium läuft der Unterrichtsberieb indes normal, die Schüler dürfen die Pausen allerdings nicht auf dem Schulhof verbringen.

Obwohl die Situation im Schulzentrum Süd entspannt ist, können besorgte Eltern ihre Kinder auch während des Unterrichtsbetriebs von der Schule abholen. Nach aktuellem Stand, so hieß es auf CW-Nachfrage bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW), gibt es nur vereinzelte Einschränkungen im Linienbus-Verkehr – betroffen sind die Linien 619, 624, 635 (im Bereich Uellendahl), allerdings nicht im CW-Land. Wegen eines umgestürzten Baumes wurde auch der Betrieb der Schwebebahn gerade eingestellt. Die Schulbusse sollen nach jetzigem Stand wie geplant fahren können.

Der NRW-Landesbetrieb Wald und Holz appelliert derweil, im Zuge des Orkantiefs die Wälder am heutigen Donnerstag wegen des erhöhten „Windwurfrisikos“ zu meiden. Aber auch an den folgenden Tagen, so rät das hiesige Regionalforstamt, sollte man die Wälder nicht betreten: Da bereits das Sturmtief „Burglind“ Bäume geschädigt habe, könnten diese nun durch „Friederike“ endgültig gelöst werden und zu Boden stürzen.