Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

05.02.2018, 14.03 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Ortsmitte: Durchbruch für „Super wohnen im Supermarkt“

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Auf dem CW-Archivbild ist Initiator Michael Lippkau von der Cronenberger Projektgruppe des Vereins „Lebendiges Wohnen an der Wupper“ (LeWoWu) vor dem ehemaligen akzenta-Gebäude an der Hauptstraße zu sehen, wo das Wohnprojekt einziehen wird. – Foto: Meinhard Koke

Wie mehrfach berichtet, möchte der Verein „Lebendiges Wohnen an der Wupper“ (LeWoWu) im Gebäude des ehemaligen akzenta-Supermarktes ein Mehr-Generationen-Wohnprojekt realisieren. An der Hauptstraße 43 sollen insgesamt 15 barrierefreie Wohnungen für Jung und Alt entstehen, zu dem Miteinander hier sollen Gemeinschaftsräume oder auch ein Gemeinschaftsgarten zählen. In der vergangenen Woche nahm das Projekt die wohl entscheidenden Hürden.

Nach CW-Informationen wurde nicht nur der Kaufvertrag für das frühere Kaiserliche Postamt unterschrieben. Auch die Bauvoranfrage soll von der Stadtverwaltung inzwischen positiv beschieden worden sein. Damit stehen die Zeichen auf Grün für die Realisierung des Wohnprojektes – und ein jahrelanger Leerstand an der Dörper Einkaufsmeile dürfte bald Geschichte sein. Während vom Verein „LeWoLu“ keine Stellungnahme zu erreichen war, ist klar, dass damit das Aus für ein ambitioniertes Projekt in der Ortsmitte besiegelt ist.

Ein Investor wollte nämlich auf dem früheren akzenta-Areal an der Hauptstraße ein „CronenCenter“ errichten. Auf 3.500 Quadratmetern Fläche waren dabei ein großer Vollsortimenter-Supermarkt sowie ein Drogeriemarkt und eine Ersatzfläche für den bestehenden Kodi-Markt geplant. Zudem sollten ein Café mit Außengastronomie und in zwei Untergeschoss-Ebenen eine Tiefgarage mit 340 Stellplätzen sowie in den Obergeschossen Praxen und bis zu 30 Wohnungen entstehen.

Das Stadtteilzentrum Cronenberg würde damit gegen die abfließende Kaufkraft gestärkt, hieß es in den Investoren-Plänen – daraus wird nun nichts…