Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

15.03.2018, 15.56 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

GCU zur Baustellen-Situation: „Machen Sie Druck, bitte!“

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Der Vorstand der GCU: Vize Dr. Andreas Groß, Vorsitzende Antonella Lo Bue, Finanzchef Hans-Dieter Sanker und Geschäftsführer Thomas Gass (v.l.). -Foto: Meinhard Koke

Am 28. Februar 2018 traf sich die Gemeinschaft Cronenberger Unternehmen (GCU) zur Jahreshauptversammlung. Eingangs der Versammlung im Steinhaus des „Cronenberger Festsaals“ stand ein trauriger Punkt auf der Tagesordnung. Die Dörper Vereinigung gedachte ihres Mitglieds Karl-Werner Gass: Der DiGASS-Chef war Anfang Februar im Alter von 79 Jahren verstorben (die CW berichtete). Im Anschluss blickte GCU-Vorsitzende Antonella Lo Bue auf das vergangene Jahr der Gemeinschaft zurück: Ob die Tagestour oder der Festabend mit Schüler-Auszeichnung – zu beiden alljährlichen GCU-Veranstaltungen zog Lo Bue ein positives Fazit.

„Wir sind kein Sparverein“: „Was Nettes für Cronenberg…“

Ein Pluspunkt war auch die GCU-Teilnahme an der Werkzeugkiste: 1.150 Euro wurden am Sektstand in der Rathausstraße für die Kisten-Kasse eingenommen. Zudem rief Antonella Lo Bue die Hilfsaktion für das Flüchtlings-Bündnis „Willkommen in Cronenberg“ in Erinnerung: Dank der Spenden von GCU-Mitgliedsfirmen konnten zwei Koffer voll mit Werkzeug übergeben werden, die Geflüchteten nun gegen eine Kaution überlassen werden, damit sie beim Umzug in die ersten eigenen vier Wände Werkzeug zur Hand haben.

Mit den beiden Firmen Gerd Dziewas GmbH vom Küllenhahn sowie der Hagemann Systems GmbH von der Hauptstraße konnte Antonella Lo Bue zudem zwei neue Mitglieder in der GCU-Runde begrüßen. Während Prüfer Ralf Funke die Kassenführung von GCU-Finanzchef Hans-Dieter Sanker lobte („So wünscht man sich eine Kasse“), versprach GCU-Vize Dr. Andreas Groß, dass die Gemeinschaft den Überschuss für Dörper Zwecke spenden wolle. Denn: „Wir sind kein Sparverein – wir wollen was Schönes für Cronenberg machen“, versprach Groß.

GCU-Appell: „Die Dörper Feuerwehren unterstützen!“

Zugleich appellierte der zweite Vorsitzende der Vereinigung an seine Unternehmer-Kollegen, die beiden freiwilligen Feuerwehren in Cronenberg zu unterstützen: Zumal die Dörper Wehren im Falle eines Falles zumeist als erste vor Ort seien und somit den Brandschutz auch der Unternehmen im CW-Land sicherstellten, sollten die Dörper Firmen gerne freiwillige Feuerwehrleute einstellen und für die Einsätze freistellen: „Das ist für uns sehr wichtig“, unterstrich GCU-Vize Groß und Rolf Tesche, Vorsitzender des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins stimmte zu: „Unterstützen Sie die freiwilligen Feuerwehren, die Feuerwehren unterstützen Sie!“

Nachdem Andreas Groß seinem Unmut über den Pilot-Tarifabschluss in der Metallbranche Luft gemacht hatte, mussten Heringsstipp und Kottenbuttern weiter warten. Denn der Schlusspunkt der GCU-Versammlung erwies sich „zäher“ als erwartet: Gerhard Daun und Mathias Sommerauer von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) skizzierten die einzelnen Großvorhaben im Dorf und besonders bei den geplanten Maßnahmen in der Hastener Straße sowie der Lindenallee (die CW berichtete mehrfach) zeigten sich die Unternehmer doch kritisch.

Baustellen: „Das ist ein immenser schaden für uns…“

Zwar unterstrich Andreas Groß, dass man vollstes Verständnis für die Baumaßnahmen habe, gleichzeitig mahnte der GCU-Vize aber auch eine enge Abstimmung der Arbeiten mit der GCU und den betroffenen Unternehmen an: „Wir repräsentieren rund 5.000 Arbeitsplätze“, unterstrich Groß, dass viele Mitarbeiter durch die Staus genervt seien und ständig zu spät kämen: „Das ist ein immenser Schaden für uns.“ Eine Unternehmerin lud die WSW-Vertreter ein: „Wenn auch noch die L74 gesperrt ist, dann ist das entsetzlich“, appellierte die Firmenchefin fast flehentlich, die Baumaßnahmen zu beschleunigen und den beauftrageten Baufirmen Druck zu machen.

Die WSW-Vertreter sagten eine engere Abstimmung mit der GCU zu, die Gemeinschaft will ihre Mitglieder über Rundbriefe zu dem Maßnahmen auf dem Laufenden halten. Trotz aller Aufregung: Mit dieser Verabredung war den Unternehmern der Appetit auf Stipp und Kottenbuttern nicht vergangenen… Mehr Infos zur GCU via Internet unter gcu-ev.de.