Dorf-Shoppen während der Corona-Krise

19.03.2018, 14.01 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Schwimmsport-Zentrum: Erneute Verzögerung bei der Sanierung

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Während der Sanierung des Schwimmsport-Leistungszentrums Küllenhahn können die Schul- und Vereinsschwimmer im Freibad Neuenhof ihre Bahnen ziehen. -Foto: Meinhard Koke

Im April sollte die Sanierung des Schwimmsport-Leistungszentrums (SSLZ) planmäßig beendet sein, Ende Februar kam dann die Hiobsbotschaft für die Schwimmvereine und Schulen, die im SSLZ ihre Trainings beziehungsweise ihren Unterricht durchführen: Die Arbeiten würden sich bis Anfang Mai verzögern, gaben Sportamt und Gebäudemanagement Wuppertal (GMW) bekannt.

Nun sitzen die Schwimmer noch länger auf dem Trockenen: Wie das GMW mitteilt, kommt es bei der Sanierung des Schwimmsport-Leistungszentrums zu einer weiteren Verzögerung von circa zwei Wochen. Laut neuem Zeitplan wird das Küllenhahner Bad nun erst um den 16./17. Mai wieder seine Pforten öffnen können. Grund für die neuerliche Verzögerung sind falsch gelieferte Schlitzrinnen. Die Rinnen dienen der Entwässerung rund um das Becken. Diese müssen nun völlig neu produziert werden, sodass die Anlieferung frühestens erst nächste Woche erfolgen kann.

Bis dahin müssen die Fliedenarbeiten warten, denn zuvor müssen die Rinnen mit dem Estrich eingebaut sein. „Das ist extrem ärgerlich“, erläutert Stadt-Sprecher Thomas Eiting: „Aber wie immer steckt der Teufel halt auch hier im Detail.“ Ansonsten sind indes alle Vorarbeiten fertiggestellt und die Firmen stünden „Gewehr bei Fuß“. Auch alle anderen Gewerke seien im Zeitplan, heißt es vom GMW. So könne in dieser Woche das Wasser in das neue Edelstahl-Becken eingelassen werden.

SV Neuenhof: „Kann nicht sein, dass alles an uns hängen bleibt…“

Burkhard Orf, Vorsitzender des Schwimmvereins Neuenhof (SVN), zeigte sich auf CW-Nachfrage „genervt“ durch die neuerliche Verzögerung. Das Freibad Neuenhof hat den von der SSLZ-Schließung betroffenen Schul- und Leistungsschwimmern als Ausweichstätte Bahnzeiten eingeräumt (die CW berichtete). In einem Krisentreffen mit den Mitarbeitern habe sich das Badpersonal nun zwar bereit erklärt, zur Überbrückung der verlängerten Sanierungszeit weiter auszuhelfen. Die Stadt aber wolle bislang kein Personal stellen, zeigt sich Burkhard Orf einigermaßen frustriert.

Als eine erste Hilfsmaßnahme sei das Wasser nach Beendigung des Winterschwimmens am Sonntag nicht abgelassen worden, sodass die Vereine weiterhin im Neuenhof trainieren können. Zupass kommt, dass die Leistungsschwimmer in den Osterferien ins Trainingslager verreisen. In dieser Zeit will der SVN nun sein Bad fit für die Somnmersaison 2018 machen – in zwei oder drei statt acht Wochen, unterstreicht SVN-Chef Orf. Vor dem Start der Sommersaison am 1. Mai sollen die Leistungsschwimmer bereits wieder ihre Bahnen im Neuenhof ziehen können.

Um diesen Spagat überhaupt schaffen zu können, sei man aber nicht in der Lage, auch noch Personal für den Trainingsbetrieb abzustellen: „Wir wollen versuchen, das abzudecken. Aber wir wollen auch nicht mit einem schmutzigen Bad in die neue Saison starten.“ Insofern erwartet SVN-Chef Orf von der Stadt Gesprächsbereitschaft: „Es kann nicht sein, dass die Arbeit immer am Neuenhof hägen bleibt…“