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26.03.2018, 20.13 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Polizei-Aktion zum Biker-Start: Innenminister Reul an der L74

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NRW-Innenminister Herbert Reul (li.) schaute bei seinem Besuch an der L74 auch durchs Laser-Messgerät. In der Mitte ist der Cronenberger Motorrad-Sicherheitstrainer Matthias Marsch zu sehen. -Foto: Meinhard Koke

Ein „Promi-Foto“ hätten sich Raser am heutigen Montag, 26. März 2018, auf der Landesstraße 74 einhandeln können: Mit NRW-Innenminister Herbert Reul schaute schließlich der oberste Dienstherr der Tempohüter im bergischen Städtedreieck am L74-Rastplatz Burgholz durch den Sucher eines Laser-Messegerätes.

Reul war jedoch nicht zur Tempo-Kontrolle an die Wupper gekommen: Vielmehr schaute der Innenminister zum Auftakt der Motorrad-Saison 2018 bei einer Infoveranstaltung des Verkehrs-Präventionsprojektes „Am Limit lenkt der Zufall“ der Wuppertaler Polizei vorbei. Bei bestem Biker-Wetter informierte sich Reul über das besondere bergische Sicherheits-Netzwerk von Polizei und der Biker-Initiative „Limiter inside“.

Unter anderem ließ sich der Innenminister dabei durch den Kohlfurther Motorrad-Sicherheitstrainer Matthias Marsch auch demonstrieren, wie eine höhere Geschwindigkeit den Biker-Bremsweg verlängert. Der traurige Hintergrund der Aktion: Im vergangenen Jahr verunglückten 84 Motorradfahrer in NRW tödlich – die höchste Zahl seit fünf Jahren. Jeder Zweite hatte dabei den Unfall selbst verursacht, häufig waren die Verunglückten zu schnell unterwegs: „Motorradfahrer haben keinen Gurt und keinen Airbag“, sagte Herbert Reul an der L74: Umso wichtiger sei es, das Bewusstsein für vorausschauendes Fahren und das Befolgen der Tempo-Limits zu schaffen.

Ausdrücklich lobte Reul das Wuppertaler Verkehrspräventions-Netzwerk: „Das ist ein ganz wunderbares Beispiel für ehrenamtliches Engagement und die Zusammenarbeit mit der Polizei“, so der Innenminister.