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22.04.2018, 13.03 Uhr   |   Redaktion   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

Dörper SPD: Herberts-Medaille für „Heimatminister“ Ernst Haas

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Preisträger Ernst Haas (vo. mi.) und Sohn Dieter Haas (dahinter) mit Cronenbergs SPD-Chefin Miriam Scherff, Oberbürgermeister Andreas Mucke (4.v.r.), Landtagsabgeordneter Josef Neumann (3.v.l.) sowie Wuppertals SPD-Chef Heiner Fragemann. Zur Preisverlehung kamen natürlich auch Mitglieder der „Obrams“ sowie CSC-Präsident Hartmut Gose (re.) und Sascha Hoter sowie Jörg Blesgen von der Jugendabteilung des Sportclubs. -Foto: Meinhard Koke

Wenn sein Cronenberger SC (CSC) heute Nachmittag im Abstiegskampf in der Oberliga Niederrhein die Heimpartie gegen Schwarz-Weiß Essen gewinnt, dann wäre der „schöne Sonntag“ für Ernst Haas wohl komplett. Denn: Am Vormittag zeichnete die SPD Cronenberg Ernst Haas mit der Hermann-Herberts-Medaille aus. SPD-Vorsitzende Miriam Scherff sagte bei der Feierstunde, dass es in diesem Jahr keine Frage gewesen sei, den Preisträger für die SPD-Medaille zu küren: Er habe sich so viel engagiert – „es konnte keinen anderen geben, als Ernst Haas“, unterstrich Miriam Scherff im Lebenshilfe-Saal an der Hauptstraße.

Wie bereits vorab berichtet, ist der heute 87-Jährige seit mehr als einem halben Jahrhundert für die Jugendabteilung des Cronenberger Sportclubs aktiv. Daneben engagierte sich Ernst Haas Jahrzehnte als ehrenamtlicher Schiedsrichter, er zählt zu den Mitbegründern der Cronenberger Plattkaller-Vereinigung „De Obrams“, war Mitautor der Heftreihe „Cronenberg – Blick in die Vergangenheit“ des Cronenberger Heimat- und Bürgervereins (CHBV) und blies Jahrzehnte das Tenorhorn im Cronenberger Posaunenchor.

Der 87-Jährige sei jemand, der sich sein ganzes Leben für den Ortsteil eingesetzt und dafür seine Freizeit geopfert habe, würdigte SPD-Landtagsabgeordneter Josef Neumann: Wenn in Cronenberg ein Heimat-Ministerium begründet würde, „der Minister wären Sie“, gratulierte Laudator Neumann der Cronenberger SPD zur Wahl des diesjährigen Herberts-Preisträgers. Zuvor hatte Oberbürgermeister Andreas Mucke seinen Respekt gezollt.

Gerade der Sport spiele eine wichtige gesellschaftliche Rolle, weil hier Herkunft oder soziale Stellung keine Rolle spielten und Fairness großgeschrieben werde – Ernst Haas habe mit seinem Engagment dazu beigetragen, dass dieser gesellschaftliche Kitt erhalten bleibe, sagte OB Mucke, um dem CSC im Abstiegskampf die Daumen zu drücken: „Ich bin im Geiste dabei“, so Wuppertals „erster Fußball-Fan“.

Einen ausführlichen Bericht zur Verleihung der Hermann-Herberts-Medaille an Ernst Haas lesen Sie in der nächsten gedruckten Ausgabe der CW.