17.05.2018, 16.08 Uhr   |   Meinhard Koke   |   Artikel drucken   |   Instapaper   |   Kommentare

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Christa Klosterköther: Dörper „Bibliotheks-Dino“ sagt Adieu

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„Bibliotheks-Dino“ Christa Klosterköther (vo re.) bei ihrer Abschiedsfeier mit Stadtbibliothek-Leiterin Cordula Nötzelmann und vielen Kunden, Freunden und Weggefährten. -Foto: Meinhard Koke

Nein, mehr Zeit für gute Bücher, das hat sich Christa Klosterköther nicht für ihren Ruhestand vorgenommen. Kunststück, das war ja auch in den vergangenen 48 Jahren sozusagen ihr Alltag. Christa Klosterköther ist es auf den Tag genau präsent: Seit dem 15. November 1974 war die Diplom-Bibliothekarin bei der Stadtbibliothek Wuppertal beschäftigt, die längste Zeit davon verbrachte sie in Cronenberg: Am 2. Januar 1977 übernahm sie die Leitung der Stadtteilbibliothek Cronenberg – nach 41 Jahren ging Christa Klos-terköther nun in den wohlverdienten Ruhestand.

Die Berghauserin, die sich selbst als „Bibliotheks-Dino“ bezeichnete, hat „immer durchgemacht“. Selbst als ihre Zwillinge geboren wurden, setzte sie nur ein halbes Jahr in der „Bibi“ aus, dann übernahm ihr Partner daheim den „Staffelstab“ – „meine Kinder haben in der Bibliothek Laufen gelernt“, lachte Christa Klosterköther bei ihrer Abschiedsfeier am Mittwoch – und das Lesen wahrscheinlich auch…

Sie wären nicht die einzigen: Fast zwei Generationen von Dörper „Bücherwürmern“ hat die heute 65-Jährige betreut, von den Kindernutzern von einst kommt heute der Nachwuchs an die Borner Straße: „Ich erzähle den Kindern dann immer, dass Mama und Papa auch schon als Kinder da waren…“ Auch ansonsten hat sich im Laufe der vier Jahrzehnte einiges gewandelt: So der Umzug vom früheren Sparkasse-Gebäude an der Hauptstraße 1 (heute Foto-Media Hensel) ins Kulturzentrum Borner Schule.

Im Tresorraum war das Spiele-Regal

Der Tresorraum im Kellergeschoss, erinnert sich Christa Klosterköther noch, war mit Regalen ausstaffiert – übrigens nicht für Krimis, sondern für Spiele. Auch per Handkarren gings dann um die Ecke ins heutige Domizil an der Borner Straße 1. In dem ehemaligen Schulgebäude war nicht nur mehr Platz, „zu der Zeit war auch noch viel Geld da“: 450.000 D-Mark ließ sich die Stadt den Umbau im Kulturzentrum kosten.

Geradezu eine Zeitreise hat Christa Klosterköther bei den rund 18.000 Medien in der Stadtteilbibliothek miterlebt: Der Bestand wird längst nicht mehr mit Kärtchen, sondern per Computer verwaltet, Bücher gibt’s natürlich immer noch, Kassetten oder Schallplatten auch, aber CDs, E-Books und andere digitale Medien sind angesagt. Die Ausleihe kann bequem von zu Hause aus und rund um die Uhr online durchgeführt und Bücher auf dem Tablet oder dem Smartphone gelesen werden – übrigens auch Christa Klosterköther hat sich längst einen E-Book-Reader angeschafft.

„Sie hat viele Medien kommen und wieder gehen sehen“, sagte denn auch Cordula Nötzelmann, die neue Leiterin des Stadtbetriebs Stadtbibliothek, bei der Verabschiedung von Christa Klosterköther: „Geblieben sind immer Sie – Sie haben das Buch an die Menschen gebracht“, dankte Nötzelmann und überreichte eine Urkunde der Stadt. Den Plausch mit den Lesern werde sie vermissen, aber als Berghauserin sei sie ja nicht aus der Welt – und im Freundeskreis der Stadtteilbibliothek bleibt der „Bibi-Dino“ Christa Klosterköther der Stadtteilbibliothek weiter erhalten…

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